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Taxifahrer müssen Blindenführhunde mitnehmen

Obwohl es in vielen Städten als Selbstverständlichkeit gilt, blinde Menschen mit ihrem Führhund im Taxi mitzunehmen, halten sich offenbar viele Taxifahrer nicht daran.
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Dietmar Fund

Blindenführhunde sind für stark sehbehinderte oder blinde Menschen ein wichtiger Partner, der ihnen hilft, Hindernisse zu umgehen und den richtigen Weg zu finden. Daher sollten Taxifahrer sie auch mitnehmen, wenn dies nicht oder nicht mehr ausdrücklich in der örtlichen Taxiordnung steht. Dafür plädiert Karina Wuttke, Pressesprecherin der Stiftung Deutsche Schule für Blindenführhunde in Berlin.

Die selbst seit ihrer Geburt blinde junge Dame ist viel im Bundesgebiet unterwegs, um die Patenfamilien zu betreuen, die die jungen Führhunde sozialisieren, bevor sie ihre spezielle Ausbildung zum Blindenführhund bekommen. Daher hat sie in vielen Städten Erfahrungen mit Taxifahrern gemacht, die ihren ruhigen Begleiter mit dem Führgeschirr nicht mitnehmen wollten. Speziell bei Fahrern aus dem islamischen Kulturkreis spürt sie oft Ablehnung, weil Hunde dort als unrein gelten würden.

Laut dem Hamburger Taxi-Blogger Jörn Napp ist der Transport von Hunden in der Taxiordnung der Hansestadt sehr zweideutig formuliert. Napp weist darauf hin, dass kürzlich ein Hamburger Taxifahrer vor Gericht gestanden habe, weil er den Transport eines Blindenhundes abgelehnt hatte. Napp macht sich deshalb für eine klar formulierte Mitnahmepflicht stark.

Wie eine erste Nachfrage beim Deutschen Taxi- und Mietwagenverband (BZP) ergab, haben verschiedene Mitglieder bereits angeregt, das Thema bundesweit aufzugreifen. Einen ausführlichen Bericht mit Verhaltenstipps für den Umgang mit den ruhigen Blindenführhunden bringt taxi heute voraussichtlich in der Ausgabe 6-7/2014.

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