TMV und FPN fordern rasches Handeln: Mindestpreise für Mietwagen in Wuppertal gefordert

Die Taxi- und Mietwagenverbände warnen vor Wettbewerbsverzerrungen durch Dumpingpreise und Gesetzesverstöße im Mietwagensektor. Ohne Mindestentgelte drohe Wuppertal zur Ausweichregion für Anbieter aus Essen zu werden, wo ab 2026 feste Preise gelten.

Nico Höttges, stellvertretender Vorsitzender der Fachvereinigung Personenverkehr Nordrhein Taxi- und Mietwagen (FPN) und Büroleiter im Taxi- und Mietwagenverband Deutschland (TMV) steht hinter der Forderung der Taxi-Zentrale Wuppertal (TZW) nach einem MBE in Wuppertal. | Foto: TMV
Nico Höttges, stellvertretender Vorsitzender der Fachvereinigung Personenverkehr Nordrhein Taxi- und Mietwagen (FPN) und Büroleiter im Taxi- und Mietwagenverband Deutschland (TMV) steht hinter der Forderung der Taxi-Zentrale Wuppertal (TZW) nach einem MBE in Wuppertal. | Foto: TMV

Der Taxi- und Mietwagenverband Deutschland (TMV) sowie die Fachvereinigung Personenverkehr Nordrhein Taxi- und Mietwagen (FPN) unterstützen die Forderung der Taxi-Zentrale Wuppertal (TZW) nach der Einführung von Mindestbeförderungsentgelten (MBE) für Mietwagen in Wuppertal. Nach Ansicht der Verbände ist eine zeitnahe Umsetzung erforderlich, um faire Wettbewerbsbedingungen zwischen Taxi- und Mietwagenunternehmen sicherzustellen.

Schutz vor unlauterem Wettbewerb gefordert

Die Wuppertaler Taxibranche beklagt unlauteren Wettbewerb durch einige Mietwagenunternehmen. Genannt werden unter anderem Praktiken wie Sozialdumping, Steuerbetrug und die Missachtung der gesetzlich vorgeschriebenen Rückkehrpflicht. Diese Entwicklungen führten zu wirtschaftlichem Druck und Existenzängsten in der Branche, so die Verbände. Ein MBE solle hier Abhilfe schaffen und gleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen.

Dringender Handlungsbedarf

TMV, FPN und TZW fordern, dass die Einführung des MBE ohne weitere Verzögerungen erfolgt. Ein zusätzliches Gutachten oder längere Prüfverfahren würden nach Einschätzung der Verbände die wirtschaftliche Lage vieler Taxiunternehmen weiter verschärfen.

Blick nach Essen

Ein weiterer Aspekt ist die räumliche Nähe zu Essen, wo ab Januar 2026 ein MBE für Mietwagen eingeführt wird. Die Verbände befürchten, dass ohne eine entsprechende Regelung in Wuppertal Mietwagenunternehmen aus Essen vermehrt in das Stadtgebiet ausweichen könnten.

Kritik an Ubers Marktstrategie

Kritisch äußern sich die Verbände zudem zu Uber. Das Unternehmen habe angekündigt, mit Gutachten belegen zu wollen, dass die bestehenden Taxitarife zu hoch seien und günstigere Angebote möglich wären. Nach Ansicht des TMV und der FPN diene dies vor allem dem Ziel, traditionelle Taxiunternehmen vom Markt zu verdrängen. Anschließend könne Uber seine Preise frei gestalten – auch mit erheblichen Aufschlägen bei hoher Nachfrage. Die Verbände verweisen dabei auf die Gewinnorientierung und Aktionärsinteressen des Unternehmens.

Gespräch mit neuer Oberbürgermeisterin geplant

Hoffnung setzt die Wuppertaler Taxibranche auf die neue Oberbürgermeisterin Miriam Scherff. Sie habe im Vorfeld ihrer Wahl ein Gespräch mit Branchenvertretern zugesagt. Von diesem Treffen erhofft sich die TZW Unterstützung für die zügige Einführung eines MBE in der Stadt. (Quelle: TMV)

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