Taxi-Konkurrent Uber bindet S- und U-Bahnhöfe an

Mit einem Last-Mile-Angebot sollen die App-Nutzer in München bis 2,5 Kilometer weit zum Festpreis fahren können.

Von U- und S-Bahn-Stationen ausgehend möchte Uber weiter ins Umland vordringen. (Foto: MVG/Wolfgang Wellige)
Von U- und S-Bahn-Stationen ausgehend möchte Uber weiter ins Umland vordringen. (Foto: MVG/Wolfgang Wellige)
Dietmar Fund

Der Plattformanbieter Uber möchte mit seinen „Partnerunternehmen“ in München insgesamt rund 90 Stationen von U- und S-Bahn mit einem „Last-Mile-Angebot“ anbinden. Von 59 U-Bahnstationen aus sowie ab S-Bahn-Stationen, die jenseits des Mittleren Rings noch auf Münchner Stadtgebiet liegen, kann man zum Pauschalpreis von 6 Euro bis zu 2,5 Kilometer entfernte Ziele ansteuern. Das hat Uber am 17. November 2021 mitgeteilt.

Der Pauschalpreis kommt automatisch zur Anwendung, wenn in der Mietwagen-App UberX eine Fahrt ab einer der U- oder S-Bahn-Stationen gebucht wird und das Fahrtziel höchstens 2,5 Kilometer weit entfernt liegt. Bezahlt wird wie auch sonst über das in der App hinterlegte Zahlungsmittel.

Mit dem neuen Angebot wolle man Außenbezirke besser an den öffentlichen Nahverkehr anbinden und so „Alternativen zum eigenen Pkw stärken“, schreibt Uber – eine Argumentation, die in der Politik und bei städtischen Verkehrsbetrieben gerne gehört werden wird. Der im Juni 2021 gestartete Service werde bisher vor allem spätabends zwischen 23 Uhr und 1 Uhr sowie an den Wochenenden am stärksten nachgefragt. Das Projekt basiere auf Erfahrungen, die man in Falkensee bei Berlin sowie in Kirchheim bei München gemacht habe.

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