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Sammelverkehrs-Software: Taxi als Upgrade

Die universell mit Taxi-Vermittlungssystemen kombinierbare Software für Sammelfahrten kommt von einem Göttinger Institut, das sich vorstellen kann, individuelle Taxifahrten als Upgrade beim Pooling einzusetzen.
Für die Einbindung von Taxis in Sammelfahrten hat ein Göttinger Wissenschaftler interessante Ideen entwickelt. (Foto: Dietmar Fund)
Für die Einbindung von Taxis in Sammelfahrten hat ein Göttinger Wissenschaftler interessante Ideen entwickelt. (Foto: Dietmar Fund)
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Dietmar Fund

Die taxi heute-Meldung „Max-Planck-Institut entwickelt Software für Sammeltransporte“ wurde aufmerksam gelesen. Wie Gottfried Plehn von der Generalverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft in München umgehend schrieb, gibt es das in der Meldung genannte, „im Aufbau befindliche Max-Planck-Institut für Verkehr“ so nicht. Er vermutete, das Projekt habe etwas mit dem Projekt EcoBus von Prof. Dr. Stephan Herminghaus in Göttingen zu tun.

Diese Vermutung hat sich als richtig erwiesen. Wie Herminghaus auf Anfrage von taxi heute schrieb, wurde die Grundlagenforschung am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen betrieben. „Wir glauben, dass der Schlüssel zu einer effizienten Mobilität nicht darin besteht, ständig mit neuen Startups nach Marktanteilen zu fischen, wie dies zur Zeit überall geschieht, sondern in einem kooperativen Ansatz, in dem alle Mobilitätsanbieter gemeinsam den Schatz heben können, der in Form von Privat-Pkw zur Zeit noch überall herumfährt (oder meist: herumsteht)“, schreibt der Wissenschaftler.

Die Zusammenarbeit mit dem Taxigewerbe stelle sich sein Institut folgendermaßen vor: „Wer entweder den direkten Transport will oder braucht, oder wer im RideSharing-Sektor nicht mehr unterkommt, etwa weil seine Anfrage in keine laufende Route passt, bekommt ein Upgrade zum Taxi.“ Die Upgrade-Kunden müssten dann nur den RideSharing-Preis bezahlen, das Taxi-Unternehmen bekäme aber das Taxi-Entgelt.

Weil letztlich alles über dieselbe (öffentliche) Kasse abgerechnet werde, komme dabei niemand in Insolvenzgefahr. „Voraussetzung ist natürlich ein reibungsfreier Informationsfluss zwischen der RideSharing-Software und der Taxi-Dispatcher-Software. Daran arbeiten wir gerade“, schreibt Herminghaus abschließend.

Gunther Zimmermann, Geschäftsführer der Fachvereinigung Taxi und Mietwagen des GVN, hat bereits mit Herminghaus gesprochen und findet dessen Softwarekonzept und die Idee gut, bestehende Anbieter mit einzubeziehen. Zimmermann hat die Unternehmer in den betroffenen Landkreisen darauf angesprochen. Es käme jetzt darauf an, dass die Unternehmer zusammen mit den Aufgabenträgern das Konzept mit Leben erfüllten.

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