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Waschanlage muss richtige Ausrichtung zeigen

Wenn ein schräg in der Waschanlage stehendes Fahrzeug beschädigt wird, muss sich der Betreiber an den Kosten beteiligen.
In Waschanlagen sollte man so mittig und gerade als möglich einfahren, um Beschädigungen zu vermeiden. (Foto: ARAL)
In Waschanlagen sollte man so mittig und gerade als möglich einfahren, um Beschädigungen zu vermeiden. (Foto: ARAL)
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Dietmar Fund

Wenn eine Waschanlage nicht davor warnt, dass ein Auto zu schräg zwischen den Bürsten steht, geht ein dann entstehender Schaden hauptsächlich auf das Konto des Betreibers. Der Autofahrer muss allerdings auch darauf achten, dass sein Fahrzeug gerade zwischen den Schienen der Anlage steht. So urteilte das Landgericht Nürnberg-Fürth am 18. Mai 2017 in einem Fall, der das Aktenzeichen 2 O 8988/16 trägt.

In dem verhandelten Fall ging es um eine Waschanlage, die nur in Längsrichtung die richtige Positionierung des einfahrenden Fahrzeugs anzeigte, in Querrichtung jedoch nicht. Eine Autofahrerin hatte ihren Wagen mehrfach rangiert, um ihn gerade zu positionieren, als das Waschprogramm anlief. Weil sie im Wagen sitzenbleiben durfte, erlebte sie mit, wie ihre linke Fahrzeugflanke beschädigt wurde.

Den verlangten Schadenersatz von 5.200 Euro sprach ihr das Gericht allerdings nur zu zwei Dritteln zu, weil die Klägerin eine Mitschuld treffe. Sie hätte erkennen müssen, dass ihr Fahrzeug schief steht. Vom beklagten Anlagenbetreiber wiederum verlangt das Gericht, durch technische Maßnahmen sicherzustellen, dass die Waschanlage bei einem schief stehenden Auto nicht anlaufen kann. Die Bedienungsanleitung, in der mittiges Einfahren gefordert und mit optischen Signalen gedanklich verknüpft wird, fand das Gericht missverständlich und unzureichend.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
 

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