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Taxi ohne Sprit auf der Autobahn

Nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben sich zwei Münchner Taxifahrer. Weil der davon geschädigte Fahrgast ein Oberbürgermeister war, gelangte der Fall schnell an die Presse.
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Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe hatte nach einem Geschäftstermin mit zwei weiteren Personen am Münchener Messegelände ein Taxi bestiegen. Sie wollten mit dem letzten Flieger um 21.35 Uhr nach Hause reisen, doch die Fahrt zum Flughafen verlief nicht ganz nach Plan.

Der Taxifahrer verpasste eine Abfahrt und musste eine Ehrenrunde drehen. Als Lewe und seine Mitfahrer ihren Chauffeur auf den niedrigen Benzinstand aufmerksam machten, war dieser überzeugt, dass die Anzeige kaputt sei. Doch kurz darauf blieb das Taxi ohne Sprit auf der viel befahrenen, sechsspurigen Autobahn liegen.

Eilig bestellte der Fahrer ein Ersatztaxi, das aber nicht korrekterweise auf dem Standstreifen abbremste, sondern im laufenden Verkehr auf der rechten Fahrspur hielt, um die Fahrgäste und das Gepäck aufzunehmen.

Heil, aber mit reichlich Adrenalin im Körper, erreichten Münsters Oberbürgermeister und seine Begleiter noch rechtzeitig den Flughafen und zuhause hatte der OB dann auch reichlich zu erzählen und das Taxigewerbe wenig später eine ganz „hervorragende Presse“.

Nicht nur deswegen wäre für die Münchner Taxikollegen eine Nachschulung angebracht. Thema: Rechtzeitiges Tanken, korrekte Absicherung eines Pannenfahrzeugs auf der Autobahn (laut Zeitungsbericht musste OB Lewe den Fahrer erst überreden, ein Warndreieck aufzustellen) sowie gefahrlose Übergabe eines Fahrgastes. Ach ja, und eine Ortskundenachschulung wäre auch ganz angebracht, den von der Münchner Messe zum Flughafen sollte man eigentlich gar nicht erst auf die Autobahn fahren.

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