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Senioren dürfen zwei Monate gratis Taxi fahren

Die Gemeinde Rohrbach a.d. Ilm möchte auf eigene Faust ein Seniorentaxi erproben, dem ein Jugendtaxi und das E-Carsharing folgen könnten.

Das bunte Logo stellen die neun Ortsteile dar, in denen die Seniorentaxis erprobt werden. (Abb.: Gemeinde Rohrbach a.d. Ilm)
Das bunte Logo stellen die neun Ortsteile dar, in denen die Seniorentaxis erprobt werden. (Abb.: Gemeinde Rohrbach a.d. Ilm)
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Dietmar Fund

Am 1. Dezember 2018 möchte die Gemeinde Rohrbach a.d. Ilm ein Mobilitätskonzept namens „Rohrbach mobil“ starten. Mit einem eigens entwickelten Logo gekennzeichnet fahren dann probeweise zwei Monate lang Taxis für Senioren ab 65 Jahren, für Menschen, die zu mindestens 50 Prozent schwerbehindert sind, und auch andere in der Mobilität eingeschränkte Personen. Dieser Personenkreis darf während der Probefahrt zu Arztterminen, zur Apotheke, zum Bahnhof oder zu dringenden Einkäufen gratis mit dem Taxi hin und wieder zurück fahren. Dieses Angebot gilt für Fahrten innerhalb der Gemeinde und für solche, die nach Wolnzach führen. Für längere Fahrten trägt die Gemeinde maximal 15 Euro für eine einfache Fahrt. Das Angebot gilt für eine Hin- und Rückfahrt pro Tag, die am Vortag bis 18 Uhr angemeldet werden muss.

Die Fahrten wickelt die ortsansässige Taxi Filser GmbH für die Gemeinde ab. Laut dem 1. Bürgermeister Peter Keck sollen während der Testfahrten sollen anonyme Daten erhoben werden, um Erfahrungswerte zu sammeln und das Mobilitätskonzept an die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen. Die Gemeinde wolle dann entscheiden, ob ein bedarfsorientiertes Konzept oder eine Regelbeförderung eher das Richtige sei. „Wir sind sehr froh, dass wir in unserer Gemeinde ein Taxiunternehmen haben, das uns in allen Phasen unserer Planung in vorbildlicher Weise unterstützt hat“, schreibt der Bürgermeister.

Nach der Testphase sollen die Nutzer einen Teil des regulären Taxi-Fahrpreises bezahlen und den Rest will die Gemeinde übernehmen. Der Kostenschlüssel ist aber bislang noch nicht festgelegt.

Das Vorhaben geht auf eine Anregung der Projektgruppe „Senioren und Menschen mit Behinderung“ zurück, die daran seit 2014 zusammen mit der Seniorenbeauftragten Elfi Schmid arbeitet. Damals war Keck zum 1. Bürgermeister gewählt worden und hatte zur Bürgerbeteiligung die Gründung von Projektgruppen angeregt. Ihnen gehören außer Mitgliedern des Gemeinderats und dem Bürgermeister selbst auch interessierte Bürgerinnen und Bürger an. Zunächst hatte die Gemeinde ein landkreisweites Mobilitätskonzept mit angestoßen, das 2017 vorgestellt worden war und einen eher theoretischen Ansatz verfolgte. Dessen Kosten stiegen so stark, dass der Gemeinderat im Juli 2018 einstimmig beschlossen hat, aus dem Projekt des Landkreises auszusteigen und mit den dafür geplanten Mitteln lieber ein eigenes Konzept umzusetzen.

Der 1. Bürgermeister plant, zusammen mit der Projektgruppe „Jugend und Familie“ nach dem Senioren- auch ein Jugendtaxi zu entwickeln. Als weitere Ergänzung kann er sich ein Carsharing mit Elektrofahrzeugen vorstellen.

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