Der Ford Galaxy ist als Vollhybrid ein gutes Taxi

Mit dem Altmeister und seiner neuen Variante FHEV bekommen Taxi- und Mietwagenbetriebe ein geräumiges, komfortables, vielseitiges und recht sparsam zu fahrendes Fahrzeug.

Wenn sich der Ford Galaxy FHEV als so zuverlässig erweist wie ein Toyota Prius+, könnte er dessen würdiger Nachfolger werden. (Foto: Dietmar Fund)
Wenn sich der Ford Galaxy FHEV als so zuverlässig erweist wie ein Toyota Prius+, könnte er dessen würdiger Nachfolger werden. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Die schon seit dem Herbst 2015 gebaute dritte Generation des Siebensitzers Ford Galaxy hat für den Einsatz als Taxi oder Mietwagen große Qualitäten. Der neu auf den Markt gekommene Vollhybrid-Antrieb macht den Van zum interessanten Übergangsmodell für die Umstellung von Diesel- auf batterieelektrische Antriebe. Das ist das wichtigste Ergebnis des taxi heute-Tests mit einem „zivilen“ Ford Galaxy FHEV in der Ausstattungsvariant Titanium und ein paar Zusatzausstattungen.

Der Vollhybrid macht äußerlich und im Cockpit nicht viel Aufhebens um seine Antriebsart. Wie der Elektromotor und der 2,5-l-Benziner zusammenwirken, sieht man nur an der Nadel des Drehzahlmessers. Man hört und spürt es kaum. Das Rekuperieren wird nur dann stark fühlbar, wenn man bei Vorwärtsfährt im Drehregler der Automatik den Knopf „L“ gedrückt hat, der das Rekuperieren verstärkt, was sich auch bei Überlandfahrten anbietet. Weil Ford den Galaxy FHEV besser gedämmt hat als Toyota und außerdem mehrere künstliche Gangstufen in der prinzipiell stufenlos variable CVT-Getriebe einprogrammiert, fällt der für diese Getriebebauart typische Gummibandeffekt viel dezenter aus.

Eine Fünf oder gar eine Vier vor dem Komma erzielt man mit dem Galaxy FHEV auf Überland- oder Autobahnfahrten naturgemäß nicht. Der Gesamtverbrauch von 6,9 Litern Super auf 100 Kilometer liegt aber im Bereich von Dieselmodellen und nicht viel über dem Normverbrauch gesamt von 6,5 bis 6,4 Litern, den Ford nach dem aktuellen Messzyklus WLTP angibt.

Abgesehen vom geschmeidigen Antrieb überzeugt der Siebensitzer durch sein gutes Raumangebot für vier Fahrgäste mit viel Gepäck oder für sechs Passagiere, die kein Gepäck haben. Sehr variabel ist er durch die längs verschiebbaren drei Einzelsitze in der zweiten Reihe, die sich ebenso wie die beiden Einzelsitze in der dritten Reihe so absenken lassen, dass eine ebene Ladefläche entsteht. Die Sitze der dritten Reihe lassen sich sogar vom Kofferraum aus elektrisch absenken und wiederaufrichten.

Die Federungsabstimmung des Vans ist gut gelungen. Sowohl die Wind- als auch die Abrollgeräusche sind sehr niedrig. Mit diesen Anlagen könnte der Ford Galaxy FHEV ein würdiger Nachfolger des bereits eingestellten Siebensitzers Toyota Prius+ werden, wenn sich der Vollhybrid der Kölner als so robust und langlebig erweist, wie es im Taxi-Gewerbe dem Toyota nachgesagt wird.

Interessierte Unternehmer und Unternehmerinnen können detaillierte Testnotizen sowie eine aktuelle Preisliste im Downloadbereich dieser Meldung als pdf-Dateien herunterladen. Eine Bildergalerie mit vielen Details des neuen Vollhybriden steht ihnen ebenfalls zur Verfügung.

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