Kabelaufroller vermeiden Kabelsalat bei E-Taxis

Der Fellbacher Hersteller Schill bietet Kabelaufroller entweder als Ergänzung von Wallboxen oder gleich mit integrierter Ladeelektronik an.

Die Aufroller können direkt an die Wallbox angeschlossen werden oder wie hier über ein Typ-2-Kabel. (Foto: Schill)
Die Aufroller können direkt an die Wallbox angeschlossen werden oder wie hier über ein Typ-2-Kabel. (Foto: Schill)
Dietmar Fund

Elektro-Pioniere unter den Taxi- und Mietwagenunternehmern haben nicht selten unterschiedliche Elektrotaxis und –Mietwagen im Einsatz, bei denen der Ladeanschluss mal vorn, mal hinten sitzt. Dadurch entsteht an ihren eigenen Ladesäulen oder Wallboxen wegen längerer Leitungen gerne mal ein Kabelsalat, der leicht zu Stolperfallen führen kann.

Das Fellbacher Unternehmer Schill GmbH & Co. KG möchte dagegen mit seinen Kabelaufrollern für Ladekabel Abhilfe schaffen. Das in ihnen verwahrte Ladekabel lässt sich nach dem Ladevorgang über den eingebauten Federzug aufrollen und schleift auch nicht über den Boden, sodass der Ladestecker weniger gefährdet wird. Der Fahrer muss nur kurz am abgenommenen Ladekabel ziehen und dann in gespanntem Zustand auf den Aufroller zugehen, in dem es aufgewickelt wird.

Die Basisausführungen werden entweder direkt mit der Wallbox verbunden oder mit einem Typ-2-Stecker. Möglich sind Kabellängen von bis zu 10 Metern sowie Ladeleistungen bis zu 22 Kilowatt, die Taxi- und Mietwagenunternehmer wegen der sonst sehr langen Ladezeiten wohl am häufigsten wählen werden.

Schill bietet auch Varianten mit eigenem Lademanagement an. Wer sie wählt, braucht keine Wallbox mehr zu installieren. Wegen der möglichen Erwärmung des Ladekabels während des Ladevorgangs sind die Aufroller mit einem Temperaturschalter ausgestattet, der sie bei drohender Überhitzung abschaltet.

Wer seine Ladesäulen im Freien angebracht hat und einen der Kabelaufroller anbauen möchte, sollte sich über eine Abdeckung gegen Regen Gedanken machen. Zu haben sind die Aufroller entweder beim Hersteller selbst, beim Elektro-Großhandel oder bei speziellen Partner für Energie- und Lade-Lösungen wie The Mobility House. Die Bezugsquelle habe auf den Preis ebenso einen Einfluss wie die Ausstattung und die Leistung des Aufrollers, sodass man über Endkundenpreise schwer Angaben machen könne, ließ Schill mitteilen.

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