Elektrotaxis: ADAC testet Wallboxen der Autohersteller

Der Autoclub hat große Unterschiede beim Komfort und beim Stromverbrauch im Standby-Betrieb festgestellt.

Manche Taxibetriebe laden selbst an Wallboxen und sehen zu, dass sie den Strom dafür möglichst noch mit der eigenen Solaranlage erzeugen wie hier Taxi Zillner in Plattling. (Foto: Dietmar Fund)
Manche Taxibetriebe laden selbst an Wallboxen und sehen zu, dass sie den Strom dafür möglichst noch mit der eigenen Solaranlage erzeugen wie hier Taxi Zillner in Plattling. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Mit den Wallboxen von acht Autoherstellern kann man problemlos laden, aber ihr Bedienkomfort und ihr Stromverbrauch im Standby-Betrieb sind sehr unterschiedlich. Wer keine App benötigt, bekommt schon für 500 Euro eine zuverlässige Wallbox. Zu diesem Schluss ist der ADAC gekommen, nachdem alle acht Geräte die über 300 Testladungen ohne Ladeabbrüche oder sonstige Sicherheitsmängel bewältigt hatten.

Die Tester bezogen allerdings den Bedienkomfort in ihre Wertung mit ein. Daher schnitten Wallboxen, die mit einer App gesteuert werden, besser ab. Am besten bewerteten die ADAC-Tester die Hyundai-Wallbox Pulsar Plus, die mit 911 Euro einer der teuersten Testkandidaten war, aber ihrer Meinung nach auch die beste App bot. Über sie kann man zum Beispiel den Ladestrom genau steuern und herunterregeln, wenn gerade viele andere Verbraucher am Stromnetz hängen. Auf den Plätzen zwei und drei landeten die Modelle von Mercedes-Benz für 990 Euro und die Peugeot ePro Full Wallbox für 899 Euro. Sie boten als einzige Modelle im Test eine Vernetzung mit einem integrierten Mobilfunk-Modem und SIM-Karten-Slot.

Die günstigen Wallboxen von Tesla (500 Euro) und Volkswagen (569 Euro) sowie die Volvo-Box für 999 Euro landeten auf den hinteren Rängen, weil es für sie keine App gibt. Dafür markierte die Volkswagen-Wallbox mit 0,8 Watt im Standby-Betrieb die Untergrenze, während die Wallbox von Peugeot mit bis zu 5,7 Watt die Obergrenze bildete.

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