Volkswagen: ID.-Modelle knacken die halbe Million

Der E-Anteil ist mit fünf Prozent zwar immer noch auf niedrigem Niveau, doch der Konzern meldet früher als erwartet die Auslieferung des 500.000. vollelektrischen ID-Modells. Zudem sind weitere 135.000 Fahrzeuge bestellt. Verzögerungen gibt es beim MEB-Nachfolger Trinity.

Ein halber Millionär: Die ID.-Familie von VW kommt allmählich in die Stückzahlen, die Skaleneffekte versprechen. Jetzt wurde Nummer 500.000 ausgeliefert. | Foto: VW
Ein halber Millionär: Die ID.-Familie von VW kommt allmählich in die Stückzahlen, die Skaleneffekte versprechen. Jetzt wurde Nummer 500.000 ausgeliefert. | Foto: VW
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Der Volkswagen-Konzern sieht sich bei der Elektrifizierung seiner Fahrzeugflotte auf Kurs. Ein Jahr früher als geplant habe das Unternehmen in der Umsetzung seiner Strategie namens Accelerate zum emissionsfreien, softwarebasierten Mobilitätsdienstleister einen weiteren Meilenstein erreicht. Nach der Übergabe des ersten ID.3 an Kunden im Oktober 2020 wurde jetzt das 500.000 Auto der ID.-Familie weltweit ausgeliefert, trotz der weiterhin angespannten Versorgungslage, wie man anmerkt.

„Eine halbe Million ausgelieferte ID. zeigt: Die Volkswagen Modelle kommen bei unseren Kundinnen und Kunden gut an – und das weltweit. Wir sind mit unserer E-Offensive auf dem richtigen Weg und schreiben unsere Erfolgsgeschichte fort“, findet Imelda Labbé, Vorständin für Vertrieb, Marketing und Aftersales bei Volkswagen.

Auch aktuell sei der Auftragsbestand bei Volkswagen weiterhin hoch. Man setze alles daran, die rund 135.000 bestellten ID. so schnell wie möglich an  Kundinnen und Kunden auszuliefern. Labbé verwies allerdings auf die nach wie vor angespannte Versorgungslage von Teilen, die immer wieder zu Produktionsanpassungen führe. Ab 2033 will Volkswagen in Europa nur noch E-Autos produzieren. Bereits ab 2030 sollen mindestens 70 Prozent des Absatzes in Europa reine Elektroautos sein. In den USA und China peilt das Unternehmen im selben Zeitraum einen E-Anteil von mehr als 50 Prozent an.

Bis 2026 sollen zehn neue E-Modelle auf den Markt kommen. Damit will man das breiteste E-Modellportfolio aller Hersteller auffahren, das dann vom Einstiegs-E-Auto mit Zielpreis von unter 25.000 Euro bis zum neuen Flaggschiff Aero B reicht, kündigte Labbé weiter an. Der Modulare E-Antriebsbaukasten (MEB) sei dabei entscheidend für den beschleunigten Hochlauf. Durch die Ausrichtung auf den reinen Elektroantrieb und die Nutzbarkeit für Fahrzeuge unterschiedlicher Klassen im gesamten Volkswagen-Konzern ermögliche der Baukasten Skaleneffekte und senke die Kosten der E-Mobilität. Dank eines „Designs for Manufacturing“ sei der MEB zudem gezielt auf eine schnelle und effiziente Produktion ausgelegt.

Allerdings wurde jüngst bekannt, dass sich aufgrund von Software-Problemen die Entwicklung des MEB-Nachfolgebaukastens Trinity im Gefolge des Entwicklung der Audi- und Porsche Premium Platform Electric (PPE) um ein Jahr verzögern könnte. Mit Trinity will man in Wolfsburg vor allem bei Ladeleistung und Reichweiten, aber vor allem in Sachen Software-Betriebssystem einen deutlichen Schritt gegenüber dem MEB machen.

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