Das Elektrotaxi EQV hat ein Gewichtsproblem

Ein Thüringer Taxibetrieb hat erfahren müssen, dass ein Achtsitzer in der extralangen Version zwar konfigurierbar war, aber wegen eines zu hohen Gewichts gar nicht gebaut werden kann.

Der Mercedes-Benz EQV kann als Achtsitzer offenbar nur in der langen, aber nicht in der extralangen Version gebaut werden. (Foto: Dietmar Fund)
Der Mercedes-Benz EQV kann als Achtsitzer offenbar nur in der langen, aber nicht in der extralangen Version gebaut werden. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Wer das elektrische Großraumtaxi Mercedes-Benz EQV in der extralang genannten längeren Version bestellen möchte, kann ihn nicht als Achtsitzer mit Sonderausstattung haben. Das musste Tobias Schellenberg aus dem thüringischen Bad Salzungen erfahren. Er ist Betriebsleiter beim Taxibetrieb Schneider.

Der Betrieb konfigurierte bei seinem Händler einen extralangen Achtsitzer mit ein paar Sonderausstattungen, die aber anders als etwa ein Panorama-Glasdach nicht schwer wiegen. Trotzdem teilte ihm der Händler drei Wochen nach der Bestellung mit, dass das Fahrzeug nicht gebaut werden könne, weil es für das zulässige Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen um rund 350 Kilogramm zu schwer werde. Eingerechnet wird dabei offenbar einer DIN-Norm folgend ein bestimmtes Gewicht für jeden Fahrgast bei voller Besetzung.

Schellenberg wollte den extralangen EQV, um ohne den Ausbau einer Sitzbank auch umsetzbare Rollstuhlfahrer zu befördern und Platz für Rollstühle im Kofferraum zu haben. Das kann er nun vergessen. Ende Dezember soll er den EQV in der „langen“ Version ausgeliefert bekommen.

Der Betrieb bekommt mit dem EQV nach eigenen Angaben das erste Elektrotaxi Thüringens. Er setzt es im Rahmen des Pilotprojektes „E-Mobile Wartburgregion“ im Wartburg-Kreis ein. Daher werde es vom Land Thüringen mit knapp 22.000 Euro gefördert.

Der Taxibetrieb Schneider hat seinen Betriebssitz in Bad Salzungen. Dort sind zwei Taxis vom Typ VW Touran und Ford Transit sowie sechs Fahrzeuge für freigestellte Schülerverkehre stationiert. Den Transit soll der EQV im Taxi- und Mietwagen- sowie im Linienverkehr ablösen.

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