EnBW bringt Ladelösungen auch für Mitarbeitende

Der baden-württembergische Energieversorger will über ein Joint Venture Fuhrparklösungen umsetzen, die das Aufladen im Betrieb und zu Hause ermöglichen und damit auch für Taxi- und Mietwagenbetriebe interessant sein könnten.

Wie das Pressefoto zeigt, denken der Energieversorger und sein Partner eher an hochkarätige Firmenflotten, doch könnte ihr Konzept auch für Betriebe mit elektrisch angetriebenen Taxis und Mietwagen interessant sein. (Foto: EnBW)
Wie das Pressefoto zeigt, denken der Energieversorger und sein Partner eher an hochkarätige Firmenflotten, doch könnte ihr Konzept auch für Betriebe mit elektrisch angetriebenen Taxis und Mietwagen interessant sein. (Foto: EnBW)
Dietmar Fund

Eine „ganzheitliche Ladelösung für elektrifizierte Dienstflotten“ möchte der baden-württembergische Energieversorger jetzt über ein Joint Venture mit dem österreichischen Unternehmen Smatrics anbieten. Es soll Lademöglichkeiten am Firmensitz, unterwegs und an den Wallboxen von Mitarbeitenden unter einen Hut bringen. Damit könnte es auch für Taxi- und Mietwagenbetriebe auf dem Land interessant sein, deren Fahrzeuge entweder zwischen geplanten Einsätzen wie etwa bei der Beförderung von Schülern oder Behinderten oder über Nacht längere Zeit bei den Fahrerinnen oder Fahrern stehen. Sogar deren private Elektrofahrzeuge könnten über ein Portal in eine Gesamtlösung eingebunden werden. Der Aspekt, am Firmenstandort auch Fahrzeuge von Besuchern laden zu können, dürfte für Taxi- und Mietwagenbetriebe eher uninteressant sein.

EnBW kooperiert für dieses Konzept mit dem österreichischen Ladenetzbetreiber und Software-Spezialisten Smatrics. Er bietet Komplettlösungen für das Flottenmanagement an. Das Unternehmen plant, installiert und betreibt zunächst Ladeinfrastruktur am Betriebssitz, die auch Mitarbeitenden oder Besuchern offensteht. Für das auch in Taxi- und Mietwagenbetrieben nötige Aufladen unterwegs kommt das EnBW-„Hypernetz“ mit mehr als 200.000 Ladepunkten in neun europäischen Ländern ins Spiel. Beide Partner zusammen kümmern sich um die Installation von Wallboxen bei den Mitarbeitenden zu Hause.

Alle privaten und dienstlichen Ladevorgänge laufen im „Smart Mobility Portal“ zusammen. Über dieses Portal könnten auch Unternehmerinnen und Unternehmer aus der mobilen Branche die Ladevorgänge einsehen und die Ladekarten verwalten.

Die beiden Partner des Joint Ventures sehen ihre Zusammenarbeit als einen Motivationsfaktor gegenüber Mitarbeitenden an. Dieser Gesichtspunkt könnte auch im mobilen Gewerbe, das bei der Elektrifizierung noch am Anfang steht, in Zukunft mehr Bedeutung erlangen.

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