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Fahrzeug-Displays sollten nicht ablenken

Eine Arbeitspsychologin aus Jena rät dazu, die Bedienmenüs moderner Autos zu entschlacken, damit die Fahrer beim Blick aufs Display nicht zu lange abgelenkt werden.

Dr. Gudrun Gericke trat dafür ein, Autofahrer permanent für die Gefahren optischer und gedanklicher Ablenkung zu sensibilisieren. (Foto: Dietmar Fund)
Dr. Gudrun Gericke trat dafür ein, Autofahrer permanent für die Gefahren optischer und gedanklicher Ablenkung zu sensibilisieren. (Foto: Dietmar Fund)
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Dietmar Fund

Rund 80 Prozent der Informationen, die ein Verkehrsteilnehmer aufnimmt, sind visueller Natur. Entsprechend gefährlich ist der Blick auf die Bedienelemente des Autos, zumal die Umstellung der Augen von Nah- auf Fernsicht mit zunehmendem Alter länger dauert. Darauf wies Dr. Gudrun Gericke, Arbeitspsychologin  der Friedrich-Schiller-Universität Jena, am 8. November 2018 bei einem Presseseminar des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) hin.

Die Wissenschaftlerin zog daraus den Schluss, die Steuerungsdisplays zu entschlacken. Sie müssten die Bedienung mit geringem visuellem und kognitivem Aufwand ermöglichen.

Gericke wies darauf hin, dass das „Kopfkino“ auch beim Hinsehen ablenken könne. Als Beispiel dafür nannte sie ein Telefonat und komplexe Gesprächssituationen, bei denen man zwar „genau hingucke“, aber nichts mitbekomme. Solche Gefahren wahrzunehmen, sollten Autofahrer sich permanent beibringen. Das ist sicher auch eine Aufgabe für verantwortungsbewusste Taxi- und Mietwagenunternehmer.

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