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Mobile Endgeräte gehören nicht an die Scheibe

Bei einem Presseseminar des Deutschen Verkehrssicherheitsrates gab ein Forscher der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung Tipps zur sicheren Befestigung von Smartphones und Tablets im Fahrzeug.

Benno Gross gab wertvolle Hinweise zur sicheren Platzierung von Endgeräten, deren Anzahl gerade in Taxis immer mehr zunimmt. (Foto: Dietmar Fund)
Benno Gross gab wertvolle Hinweise zur sicheren Platzierung von Endgeräten, deren Anzahl gerade in Taxis immer mehr zunimmt. (Foto: Dietmar Fund)
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Dietmar Fund

Taxi- und Mietwagenunternehmer sollten mobile Endgeräte im Griffbereich der rechten Hand und im Bereich der Mittelkonsole montieren, aber so, dass der Griff nach ihnen nicht die Bedienelemente des Fahrzeugs tangiert. Sie sollten möglichst mit Werkzeug verbaut oder als Kompromiss mit einer Klemmvorrichtung in den Lüftungsschlitzen befestigt werden, aber keinesfalls mit einem Saugnapf an der Windschutzscheibe. Diese Ratschläge gab Benno Gross von Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) bei einem Presseseminar des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR). Es fand am 8./9. November 2018 in Höhr-Grenzhausen statt.

Wie Gross gegenüber taxi heute ergänzte, sei die Befestigung rechts vom Lenkrad besser als links von ihm, weil man dann nach einem Blick auf das Gerät schneller wieder auf die Straße blicke. Er wies darauf hin, dass die Hersteller von Befestigungsvorrichtungen oft genaue Platzierungs-Ratschläge gäben, wenn man ihnen den Fahrzeugtyp und den Typ der verwendeten Endgeräte nenne.

Gross nannte in diesem Zusammenhang das schwedische Unternehmen Brodit, das auch auf dem deutschen Markt vertreten ist und seine Halterungen auf der Europäischen Taximesse in Köln präsentiert hat. Der Referent nannte eine Faustregel: Wenn ein Hersteller nichts über bestandene Crashtests verlauten lasse, würden seine Halterungen die in der der Regel auch nicht bestehen.

In seinem Referat hatte Gross von Gefährdungsanalysen in Pkw-Fuhrparks berichtet. Sie hatte ergeben, dass die Einbauten in gut der Hälfte der Fahrzeuge entfernt werden mussten, weil sie den Entfaltungsbereich der Airbags ignoriert hatten oder die Bedienung des Fahrzeugs behinderten. Sie hätten damit zwei wichtige Standards missachtet.

Wie der Referent gegenüber taxi heute ergänzte, hat die DGUV vor ein paar Jahren ein Projekt mit einem damals neu angetretenen Limousinendienst durchgeführt, der unter anderem haben wissen wollen, wie er die von ihm benötigten Endgeräte sicher in seinen Fahrzeugen montieren könne. Es gebe dazu einen Projektbericht.

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