Alkohol am Steuer: DVR fordert Null-Promille-Grenze für alle Verkehrsteilnehmenden
Zum Internationalen Tag des Bieres am 1. August 2025 hat der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) seine langjährige Forderung nach einem generellen Alkoholverbot im Straßenverkehr bekräftigt. Der Verband fordert, alle Fahrzeugführenden unabhängig vom genutzten Verkehrsmittel – ob Auto, Motorrad, Fahrrad, E-Scooter oder Pedelec – rechtlich zum vollständigen Verzicht auf Alkohol am Steuer zu verpflichten.
Unfallzahlen belegen Gefahrenpotenzial
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurden im Jahr 2024 in Deutschland insgesamt 14.787 Verkehrsunfälle mit Personenschaden registriert, bei denen Alkohol im Spiel war. Dabei kamen 198 Menschen ums Leben, 3.994 wurden schwer und 13.782 leicht verletzt. Insgesamt verunglückten bei diesen Unfällen 17.974 Personen.
Alkohol war damit im vergangenen Jahr ursächlich an 7,1 Prozent aller Verkehrstoten, 7,9 Prozent der Schwerverletzten und 4,4 Prozent der Leichtverletzten beteiligt. Durchschnittlich ereignete sich alle 15 Minuten ein Unfall unter Alkoholeinfluss.
DVR fordert rechtliche Klarstellung
Angesichts dieser Zahlen kritisiert der DVR die derzeit geltenden differenzierten Promillegrenzen als unübersichtlich und potenziell verwirrend für Verkehrsteilnehmende. Seit 2011 setzt sich der Verband daher für eine Änderung von § 24a des Straßenverkehrsgesetzes ein, um ein generelles Alkoholverbot gesetzlich zu verankern.
Der DVR sieht in einem klaren Null-Promille-Gebot eine zentrale Maßnahme zur Steigerung der Verkehrssicherheit und zur Reduzierung schwerer Unfälle.
Begleitkampagne auf Autobahnen
Zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit beteiligt sich der DVR gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr (BMV) an der bundesweiten Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“. Im Rahmen der Aktion werden auf über 700 Plakatflächen an Autobahnen und Raststätten die Gefahren von Alkohol am Steuer thematisiert. Die Motive sollen auf die teils drastischen Folgen alkoholbedingter Unfälle hinweisen.
Der DVR appelliert insbesondere zum Tag des Bieres an alle Verkehrsteilnehmenden, Verantwortung zu übernehmen und sich strikt an das Prinzip „Wer fährt, trinkt nicht – wer trinkt, fährt nicht“ zu halten.
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