Der Alfa Romeo Stelvio hat gute Taxi-Anlagen

Der kompakte SUV ist vom Raumangebot her mit einem Mazda CX-5 und einem Toyota RAV-4 vergleichbar, soll aber höher positioniert werden.
Im Alfa Romeo Stelvio sitzt man 190 Millimeter höher als in der Limousine Giulia, die seine technische Basis liefert. (Foto: Dietmar Fund)
Im Alfa Romeo Stelvio sitzt man 190 Millimeter höher als in der Limousine Giulia, die seine technische Basis liefert. (Foto: Dietmar Fund)
Mit bequemen Einstiegen, deutlich höher als in einer Limousine angeordneten Sitzen und seinem guten Raumangebot könnte der kompakte SUV Alfa Romeo Stelvio auch Taxi- und Mietwagenunternehmer ansprechen, für die Frank Schiedewitz, Taxi-Ansprechpartner der FCA Group Germany, ein Taxi- und Mietwagen-Paket entwickeln lassen möchte. So viel lässt sich nach der Fahrvorstellung schon einmal sagen, die von Innsbruck bis kurz vor das Timmelsjoch führte. Zur Verfügung stand dabei außer einem starken Benziner nur die leistungsfähigere der beiden Dieselversionen, die Alfa Romeo anbieten wird. Der 2,2-l-Diesel leistet 154 kW/210 PS und bietet ein maximales Drehmoment von 470 Newtonmetern bei 1.750/min. Der gut gedämmte Vierzylinder wirkte bestens mit der in allen Versionen serienmäßigen Achtgang-Wandlerautomatik von ZF zusammen. Sie schaltete auch in Kehren sowohl bergauf als auch bergab sehr überzeugend und weich, sodass man die großen Schaltpaddel hinter dem Lenkrad höchstens nur Nutzung der Motorbremswirkung braucht. Nach einem manuellen Eingriff hält die Automatik bergab den Gang, bis man wieder Gas gibt. Über das Halten der Plus-Taste wechselt man wieder in den Automatik-Modus, was das Getriebe nach einiger Zeit ohne manuelle Schaltungen auch von alleine erledigt. Schade ist nur, dass die großen Paddel bisweilen beim Greifen der beiden Lenkstockhebel im Weg sind. Die Fahrwerksabstimmung der mit optionalen 19- oder 20-Zoll-Rädern bestückten Testfahrzeuge war recht knackig, um Alfa Romeos Anspruch zu unterstreichen, den Kompakt-SUV mit der geringsten Wankneigung zu liefern. Von den beim Diesel serienmäßig aufgezogenen 17-Zoll-Rädern darf man etwas weniger knackiges Abrollen auf Querrillen erwarten. Die Lenkung ist sehr direkt ausgelegt und vermittelte einen sehr guten Fahrbahnkontakt. Die Größe des Fahrgastraums kann man mit einem Mazda CX-5 und einem Toyota RAV-4 vergleichen, die beide schon mit Taxi- und Mietwagenpaketen von Intax bestellbar sind. Die Kopffreiheit ist auch im Fond gut. Die Kniefreiheit passt auch, wenn zwei lange Mitfahrer hintereinander sitzen möchten. Der Fußraum unter den Vordersitzen ist befriedigend. Wie bei anderen SUV ist die Ladekante relativ hoch, aber dafür kann man das Gepäck gut in den glattflächigen Kofferraum schieben. Unter seinem Boden ist nur Platz für ein Notrad. Erweitern kann man den Laderaum nur über das Umklappen der asymmetrisch geteilten Lehne. Sie lässt sich vom Kofferraum aus nur entriegeln und klappt nicht nach vorn auf die starr montierte Sitzfläche. Der Taxifahrer muss erst an die hintere Tür gehen und sie von Hand herunterklappen. Die Ladefläche ist so nicht ganz eben, sondern steigt nach vorne an. Da gibt es bessere Lösungen. Alfa Romeo sieht den Stelvio als Premiumfahrzeug in der wachsenden Klasse kompakter SUV. Dementsprechend konnte man ihn zunächst nur mit dem starken Diesel und Allradantrieb für mindestens 39.916 Euro (Preise ohne MwSt.) in der sehr gut ausgestatteten Ausstattungsstufe „Super“ bestellen. Ab Montag wird er aber auch mit einer 180 PS und ein maximales Drehmoment von 450 Newtonmeter bietenden Variante des 2,2-l-Dieselmotors bestellbar sein, die erst einmal nur Hinterradantrieb hat. Sie soll als „Super“ für 37.017 Euro zu haben sein und im Mai über derzeit 105 Händler ausgeliefert werden. Bis Jahresende soll das Netz auf 180 Standorte anwachsen.
Logobanner Liste (Views)