Werbung
Werbung
Werbung

ÖPNV-Studierende denken über autonomes Fahren nach

Eine Studie für ein Masterprojekt fordert dazu auf, das autonome Fahren dringend in die Entwicklung des ÖPNV mit einzubeziehen.
Autonom fahrende Fahrzeuge decken laut der Studie den Individualverkehr ebenso ab wie öffentliche Verkehre, was Konsequenzen für Verkehrsbetriebe hat. (Foto: Daimler AG)
Autonom fahrende Fahrzeuge decken laut der Studie den Individualverkehr ebenso ab wie öffentliche Verkehre, was Konsequenzen für Verkehrsbetriebe hat. (Foto: Daimler AG)
Werbung
Werbung
Dietmar Fund

Wenn die Anbieter des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) das Autonome Fahren nicht schleunigst in ihre Entwicklungsszenarien mit einbeziehen, könnte es sie schon in 10 bis 15 Jahren überrollen. Diese Warnung spricht ein Projektteam von fünf hochrangigen Vertretern von Verkehrsbetrieben aus, das an der Management School der Universität Kassel ein Masterprojekt im berufsbegleitenden Studiengang ÖPNV und Mobilität durchführt.

Das Projektteam kommt unter anderem zu dem Schluss, dass sich die Belegschaften der Verkehrsbetriebe durch den Wegfall der Fahrer und der Mitarbeiter im Fahrscheinverkauf völlig verändern werden. An ihrer Stelle werde qualifiziertes Personal in der Disposition und für das Flottmachen liegengebliebener Fahrzeuge gebraucht.

Interessant sind auch die politischen Empfehlungen, die das Autorenteam gibt. Sie schlagen vor, die Privilegien des heutigen ÖPNV wie etwa die Einfahrt in Fußgängerzonen und Ampelvorrangschaltungen zu erhalten und sie auf „autonom fahrende Fahrzeuge im öffentlichen Besitz“ auszuweiten. Den Individualverkehr wollen die Autoren hingegen durch Instrumente wie eine City-Maut, die Parkraumverknappung und –verteuerung sowie durch ein Tempo-30-Limit zurückdrängen.

Taxis kommen in der Studie übrigens nur am Rande vor. Sie zitiert ein Papier des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Ihr zufolge könne ein autonom fahrendes Fahrzeug alles Mögliche sein, unter anderem ein Taxi oder ein Sammeltaxi.

Zum Projektteam gehören Stefanie Kellner, Referentin Interne Kommunikation der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH, Andreas Klein, Teamleiter Betriebs- und Verkehrsplanung der Abellio Rail Baden-Württemberg GmbH, Alexander van Wersch, Fahrzeugingenieur bei der DB Regio AG, Nicolas Vehling, Betriebsleiter der Vehling Reisen GmbH aus Bergkamen, und Behzat Zümrüt, Bauingenieur der Region Hannover.
 

Printer Friendly, PDF & Email
Logobanner Liste (Views)
Werbung