Autonome Mini-Elektrobusse nehmen Linienbetrieb auf

Pioniere im öffentlichen Raum – die aus fünf kleinen autonom fahrenden Elektrobussen bestehende Flotte hat im nordrhein-westfälischen Monheim am Rhein den Linienbetrieb aufgenommen.

Sind ab sofort auf öffentlichen Straßen als Linie AO1 unterwegs, die fünf autonomen Elektrobus-Minis von Easymile. (Foto: Stadt Monheim)
Sind ab sofort auf öffentlichen Straßen als Linie AO1 unterwegs, die fünf autonomen Elektrobus-Minis von Easymile. (Foto: Stadt Monheim)
Martina Weyh

Startschuss am Aschermittwoch – in Monheim am Rhein verkehren jetzt fünf kleine E-Shuttles des französischen Herstellers Easymile. An sieben Tagen die Woche verbinden die E-Bus-Minis des Modells EZ10 im 15-Minuten-Takt den Busbahnhof mit der Altstadt. Die Mitfahrt ist kostenfrei. Nach Angaben der Stadt ist das Angebot mit dieser engen Taktung und Anzahl der Busse bundesweit einzigartig.

Vier mal zwei mal drei Meter, das sind die Maße der kleinen Franzosen EZ10, in denen je 11 Fahrgäste mitfahren können, sechs auf Sitz- und fünf auf Stehplätzen. Die Fahrzeuge sind behindertengerecht mit einer Rollstuhlrampe ausgestattet.

Begleitet wird jede Fahrt von einem sogenannten Operator, der im Notfall oder bei schwierigen Verkehrssituationen die manuelle Steuerung übernimmt. Die benötigte Ladeenergie für die kleinen Autonomen kommt zu 100 Prozent aus Ökostrom.

Bemerkenswert am Monheimer Projekt ist das schnelle Tempo bei der Projektumsetzung – angefangen bei der Machbarkeitsstudie 2017 über die Abstimmungen mit dem Land Nordrhein-Westfalen 2018, das notwendige Gutachten des TÜV Rheinland und die Ausschreibung bis hin zur Aufnahme des Linienbetriebs Anfang 2020.

Der Einsatz der autonomen E-Minis soll durch eine wissenschaftliche Studie begleitet werden. Schwerpunktmäßig evaluiert werden dabei die Akzeptanz des Angebots sowie die Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten.

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