Taxi-Bundesverband wehrt sich gegen 3-G-Kontrollen

Vor einer Prüfung der Impf-Dokumente von Fahrgästen müsste eine Entbindung von der Beförderungspflicht stehen, erklärt der Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. (BVTM).

Das Corona-Virus sorgt wegen des starken Anstiegs der Infektionszahlen in der vierten Welle immer wieder für neue blumige Ideen der Politikerinnen und Politiker. (Symbolfoto: Dietmar Fund)
Das Corona-Virus sorgt wegen des starken Anstiegs der Infektionszahlen in der vierten Welle immer wieder für neue blumige Ideen der Politikerinnen und Politiker. (Symbolfoto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Es wäre praxisfern, Taxifahrer zur Kontrolle der Impfdokumente ihrer Fahrgäste zu verpflichten, wie sie die Koalitionäre der mutmaßlichen neuen Bundesregierung laut Agenturmeldungen planen. Das erklärte der Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. (BVTM) am 16. November 2021. Er bezieht sich auf Meldungen, bei denen es zum Beispiel darum gegangen war, dass Zugbegleiter im ICE neben den Tickets auch die Impf-Dokumente prüfen sollten.

Die Kontrolle der Dokumente sei nicht die Aufgabe der Taxifahrer und auch nicht ihre Kompetenz, erklärt der Dachverband. Außerdem gelte für Taxis eine Beförderungspflicht. Wolle man Fahrgäste vom Taxifahren abhalten, die weder geimpft noch genesen sind noch einen gültigen Corona-Test vorweisen können, dann müsse man zuerst die Beförderungspflicht für diesen Personenkreis aufheben.

BVTM-Geschäftsführer Michael Oppermann nutzt die Pressemitteilung zu den Agenturmeldungen auch dazu, einmal wieder auf die umfangreichen Schutzmaßnahmen hinzuweisen, die das Taxi-Gewerbe seit Beginn der Pandemie getroffen hat. Er nannte unter anderem den Einbau von Trennvorrichtungen sowie Desinfektions- und Lüftungskonzepte. In einigen Städten könnten Hygiene-Taxis gezielt bestellt werden.

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