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Daimler, Linde und Total bieten in Ulm Wasserstoff an

Der schleppende Ausbau der Infrastruktur für Brennstoffzellenfahrzeuge ist in Ulm einen Schritt vorangekommen. Im Sommer will auch Hyundai in Offenbach Wasserstoff verzapfen.
In Ulm tanken erst einmal vor allem Forschungsfahrzeuge wie die alte B-Klasse mit Brennstoffzellenantrieb. (Foto: Daimler AG)
In Ulm tanken erst einmal vor allem Forschungsfahrzeuge wie die alte B-Klasse mit Brennstoffzellenantrieb. (Foto: Daimler AG)
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Dietmar Fund
Auf dem Gelände des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Ulm haben der Autohersteller Daimler AG, der Kraftstoff-Konzern Total und der Wasserstoff-Lieferant Linde kürzlich die 21. Wasserstofftankstelle Deutschlands in Betrieb genommen. Sie wurde als Forschungs- und Entwicklungsprojekt über das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) des Bundes gefördert.

Total hat die Baukosten des Ulmer Projekts getragen und betreibt diese Tankstelle auch. Sie ist einer von insgesamt neun Wasserstoff-Standorten des Mineralölkonzerns, die seit 2002 entstanden sind.

Das Förderprogramm läuft Ende 2016 in seiner jetzigen Form aus. Ursprünglich wollten die Industrie und der Bund bis dahin 50 Wasserstofftankstellen bauen.

Während die Daimler AG bei der Einweihung in Ulm für 2017 ein neues Brennstoffzellenfahrzeug auf der Basis des GLC ankündigte, verkauft Hyundai Deutschland bereits den SUV Hyundai ix35 Fuel Cell. Hyundai möchte deshalb an seiner Zentrale in Offenbach eine frei zugängliche Wasserstofftankstelle zusammen mit dem Lieferanten Air Liquide eröffnen. Sie soll bis zu 700 bar Druck erzeugen, während gewöhnliche Zapfsäulen laut Hyundai nur 350 bar Fülldruck aufweisen und damit nicht in der Lage seien, die Wasserstofftanks im Auto ganz zu füllen. Die Tageskapazität der neuen Tankstelle betrage 200 Kilogramm Wasserstoff, mit denen man über 30 Fahrzeuge pro Tag in drei bis fünf Minuten aufladen könne.

Hyundai gibt an, dass sein Brennstoffzellen-SUV mit vollen Tanks bis zu 594 Kilometer weit fahren könne. Von dem 65.450 Euro brutto kostenden Fahrzeug seien 2015 in Deutschland mehr als 100 Stück ausgeliefert worden. Es könne mit der Elektroprämie der Bundesregierung gefördert werden, womit sich der Kaufpreis um 4.000 Euro verringere.

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