Ab 2027: BYD plant Festkörperakkus
Auch BYD forscht am Festkörperakku: Bereits 2024 hat BYD erste 60Ah-Festkörperbatterien aus der Pilotproduktion gefertigt. Anb 2027 will man mit der Installation einer großen Pilotserie beginnen. Das gab Sun Huajun, CTO der Shenzhen BYD Lithium Battery Co., Ltd., am 15. Februar 2025 auf dem zweiten China All-Solid-State Battery Innovation and Development Summit Forum bekannt. Nach der ersten Demonstrations- und Versuchsphase bis 2027 soll die Technologie ab 2030 großflächig in Elektrofahrzeugen eingesetzt werden.
Langfristig sollen Solid-State-Akkus eine Preisparität zu anderen Konzepten bieten
Langfristig rechnet BYD mit einer Angleichung der Kosten von Festkörper- und flüssigen ternären Batterien. Bereits im vergangenen September kündigte Sun an, dass das Unternehmen verstärkt in die Forschung und Entwicklung neuer Batterietechnologien investieren werde.
Besonders sulfidbasierte Festkörperbatterien stehen dabei im Fokus. Zwischen 2027 und 2029 sollen diese vor allem in mittel- bis hochklassigen Elektroautos getestet werden, bevor sie von 2030 bis 2032 im Massenmarkt ankommen.
Mit sicheren Prognosen zur Massenproduktion hält sich BYD noch zurück
BYDs Chefwissenschaftler und Chefingenieur Lian Yubo hält einen großflächigen Durchbruch in drei Jahren für schwierig, sieht aber einen realistischen Zeithorizont von fünf Jahren.
Trotz des Fortschritts bei Festkörperbatterien geht BYD davon aus, dass Lithium-Eisenphosphat-Batterien in den nächsten 15 bis 20 Jahren weiterhin eine große Rolle spielen werden. Diese sollen vor allem in günstigeren Fahrzeugmodellen eingesetzt werden, während Festkörperbatterien vorrangig für hochklassige Fahrzeuge gedacht sind.
KI hält auch in der Akkuforschung Einzug
Auch der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) könnte die Batterieforschung massiv beschleunigen. Laut Ouyang Minggao, Akademiemitglied der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und Vorsitzender der China All-Solid-State Battery Industry-University-Research Collaborative Innovation Platform (CASIP), könnte die Forschungs- und Entwicklungszeit um das Zehn- bis Hundertfache (!) verkürzt und die Kosten um bis zu 80 % gesenkt werden. CASIP wurde im Januar 2024 unter anderem von BYD und CATL gegründet, um die Entwicklung von Festkörperbatterien in China voranzutreiben.
Was bedeutet das?
Auch China treibt den Festkörperakku mit Vehemenz voran. Es wäre Zeit, ein solches Vorhaben auch in Europa zu etablieren und zu fördern.
Quellen: Car News China, Sina Finance, MyDrivers
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