Von der Praxis aus gedacht – VSPV und FPN im Dialog mit Genehmigungsbehörden und Verwaltung
Guten Tag,
Miteinander reden hilft!
Es gibt Tage, da kann man sich als Taxiunternehmer ein bisschen wie ein alter Diesel in der Werkstatt fühlen: noch voll funktionstüchtig, aber ständig wird einem erklärt, warum man bald ersetzt werden soll.
Während sich in Berlin der Kanzler heute mit den Automanagern streitet, ob der Verbrenner 2035 Geschichte ist oder nur eine längere Gnadenfrist bekommt, diskutierten in Nordrhein-Westfalen Verwaltungsbeamte und Branchenvertreter ganz andere Fragen – nämlich: Wie funktioniert Mobilität eigentlich in der Praxis?
Während Friedrich Merz also über „Technologieoffenheit“ schwadroniert, saßen in Hagen und Dortmund Menschen zusammen, die tatsächlich Mobilität organisieren. Dort, wo morgens der Schülertransport nicht ausfällt und der Dialysepatient trotzdem pünktlich zur Klinik kommt. Der Verband des privaten gewerblichen Straßenpersonenverkehrs (VSPV) und die Fachvereinigung Personenverkehr Nordrhein (FPN) haben in den vergangenen Wochen gezeigt, dass Verkehrspolitik auch ohne Hochglanzfolie und Talkshow-Sound funktionieren kann – indem man einfach miteinander redet.
Während in Berlin also weiter über Motoren philosophiert wird, arbeiten Taxi- und Mietwagenunternehmer längst an Lösungen. Tatsächlich ist das drohende „Verbrenner-Aus“ nicht das dringendste Problem der Taxi-Branche. Die ersten Taxis waren schon elektrisch, da kannte Friedrich Merz das Wort „E-Fuels“ noch nicht. Aber auch bei der Antriebswende ist es hilfreich, mit denen zu reden, die beruflich im Auto sitzen – mit den Taxi-Fahrern.
Thomas Kanzler
Chefredakteur taxi heute
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