Report Mainz enthüllt Missstände: Was wirklich hinter Uber- und Bolt-Fahrten steckt
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Strohmänner, Briefkasten-Firmen und klagende Uber-Fahrer
Betriebe, die für die Plattformbetreiber unterwegs sind, agieren erwiesenermaßen häufig in einer legalen Grauzone. Aber nicht nur nach außen sind die undurchsichtigen Manöver von Uber & Co. mitunter äußerst fragwürdig, auch die eigenen Fahrer werden drangsaliert.
Report Mainz hat jüngst das volle Scheinwerferlicht auf die Machenschaften der Plattformbetreiber gerichtet. Die Redaktion fand in mehreren Städten Firmenkonstrukte, die eher an mafiöse Strukturen erinnern als an ordentliche Gewerbebetriebe. Mietwagen, die partout nicht zum Betriebssitz zurückkehren wollen, Strohmänner, die sich im Netz anbieten, und Firmenadressen, die irgendwo hinterm Ortsausgangsschild vermutet werden – aber nur theoretisch. Behörden berichten, dass ein Großteil der kontrollierten Unternehmen gegen Vorgaben verstößt. Gleichzeitig werden die Plattformbetreiber nicht müde, gebetsmühlenartig zu wiederholen, mit den Missständen nichts zu tun zu haben und doch nur Vermittler zu sein.
Parallel dazu wächst in Europa und Großbritannien der Ärger der Fahrer, die für Uber unterwegs sind. Dem amerikanischen Plattformbetreiber droht eine Sammelklage wegen der algorithmisch festgelegten Bezahlung. Seit 2020 errechnet das System Up Front Pricing die Tarife in Echtzeit und hat laut Untersuchungen der Universität Oxford und WIE International die Einkommen vieler Fahrer spürbar gedrückt. Von verlorenen Stundenlöhnen bis zu Provisionen, die die Hälfte des Fahrpreises überschreiten, ist die Rede. Dazu kommen datenschutzrechtliche Probleme und der Vorwurf, Fahrer würden durch die KI gesteuert.
Undurchsichtige Strukturen bei den Uber-Dienstleistern, Uber Fahrer, die zu prekären Bedingungen fahren (müssen?) – man ist erstaunt, dass Behörden das durchgehen lassen. Taxi-Unternehmer wissen schon lange, dass klare Regeln nur funktionieren, wenn alle sie einhalten – und wenn ihre Einhaltung auch kontrolliert wird. Aber das ist bisher kaum geschehen - und gleichzeitig gewinnt der milliardenschwere amerikanische Plattformbetreiber immer weiter an Einfluss und an der Börse stetig an Wert...
Thomas Kanzler
Chefredakteur taxi heute
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