Mindestpreise für Mietwagen in München: Uber wehrt sich gegen neue Regeln
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Taxis, Gutscheine und eine Uber-Demo
Es gibt Nächte, in denen der Taxameter nicht nur Kilometer zählt, sondern gesellschaftlichen Fortschritt misst. Zum Beispiel dann, wenn in München, Heidelberg, Mannheim, Köln oder Freiburg das Frauen-Nacht-Taxi unterwegs ist. Da wird nicht einfach nur von A nach B gefahren – da wird ein Stück Sicherheit geliefert. In Zeiten, in denen selbst Laternenmasten mit QR-Codes ausgerüstet sind, ist die Idee so altmodisch wie genial: ein Mensch, ein Auto, ein sicherer Heimweg.
Dass solche Angebote nicht überall reibungslos laufen, liegt weniger an der Technik als am Etat. In München etwa ist das Gutscheinbudget schneller leergefahren als der Akku so mancher E-Taxis. In Heidelberg wird noch mit Papier-Fahrscheinen gearbeitet – was fast schon rührend anmutet, wäre da nicht die bittere Realität, dass Frauen nachts tatsächlich besser nicht alleine unterwegs sein sollten. Aber immerhin: Hier wird versucht, mit bescheidenen Mitteln sehr viel richtig zu machen. Und in Mannheim? Gibt’s das Ticket digital. Willkommen im Jahr 2025!
Während also Taxizentralen und Kommunen gemeinsam daran arbeiten, ein bisschen mehr Licht ins Dunkel der Nacht zu bringen, möchte Uber & Co. weiter nach Belieben Preise drücken, Fahrer ausquetschen und Kontrolle umgehen. Der Münchner Stadtrat will nun endlich mit Mindestpreisen gegenhalten. Und siehe da: Die digitale Plattform, die sich selbst gern als Zukunft des Verkehrs versteht, klagt, demonstriert und lamentiert auch analog. Am heutigen Donnerstag soll ein Uber-Protest-Konvoi durch die Münchner Innenstadt rollen.
Thomas Kanzler
Chefredakteur taxi heute
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