Deutscher Taxi und Mietwagentag 2025 - Gregor Beiner zum neuen BVTM-Präsident gewählt
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neuer Fahrer am Steuer – Gregor Beiner und das digitale Taxi-Zeitalter
Wer in diesen Tagen durch die Hallen des Erfurter Congress Centers ging, konnte ihn förmlich spüren – diesen eigenartigen Mix aus optimistischer Aufbruchsstimmung und ein wenig Resignation, der dann entsteht, wenn die Branche zwischen Papierbelegen und Plattformlogik balanciert. Der Deutsche Taxi- und Mietwagentag hat sich in diesem Jahr nicht nur größer, sondern auch durchaus geerdet gezeigt. Es wurde nicht nur über Visionen philosophiert, sondern es wurde mit Themen wie E-Mobilität, ÖPNV-Taxi, Inklusion und Mindesttarife durchaus konkret.
Dass Gregor Beiner, bislang als umtriebiger Münchner Unternehmer und E-Taxi-Pionier bekannt, nun den Bundesverband anführt, passte da gut ins Bild. Seine Wahl markiert den Beginn einer neuen Etappe – und die Branche steht vor genug Herausforderungen: E-Mobilität, neue Vermittler, eine TSE-Pflicht, die sehr bald Realität wird. Und irgendwo dazwischen der Fahrgast, der einfach nur ankommen will.
Parallel dazu hat in Berlin das Verkehrsministerium ein weiteres Stück Papier zu Grabe getragen – den Fahrzeugschein. Zumindest teilweise. Er wandert aufs Smartphone, in eine App mit dem hübschen Namen i-Kfz. Klingt modern, funktioniert angeblich sicher, und laut ADAC soll das Ganze sogar praktisch sein. Der Fahrzeugschein auf dem Handy könnte ein kleiner Vorgeschmack auf das sein, was in den kommenden Jahren folgt – vom digitalen Führerschein bis zur elektronischen Brieftasche.
Das Taxi- und Mietwagengewerbe hat längst andere Papiere zu sortieren: die neuen Regelwerke, die neuen Wege zur Kundschaft, die neuen Ideen, wie man Mensch, Fahrzeug und Vorschrift unter einen Hut bringt. Gregor Beiner wird sich mit all dem befassen müssen. Zwischen App und Abrechnung, zwischen Fahrgast und Finanzamt. Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Kunst der kommenden Jahre: digital zu werden, ohne das Analoge zu verlieren. Denn am Ende bleibt das Taxi, was es immer war – ein Stück gelebte Bewegung.
Thomas Kanzler
Chefredakteur taxi heute
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