Volkswagen-Tochter MOIA will Fahrten vermitteln

Das neue Unternehmen MOIA soll sich vor allem um die Fahrtenvermittlung und um gemeinsame Fahrten kümmern. Damit wird es sich auch auf das Taxi-Geschäft auswirken.

MOIA-Chef Ole Harms (l.) hat von VW-Vorstandschef Matthias Müller hochgesteckte Ziele gesetzt bekommen. (Foto: Volkswagen AG)
MOIA-Chef Ole Harms (l.) hat von VW-Vorstandschef Matthias Müller hochgesteckte Ziele gesetzt bekommen. (Foto: Volkswagen AG)

Am 5. Dezember 2016 hat der Volkswagen-Konzern sein neues Tochterunternehmen für nachhaltige Mobilitätsdienste offiziell vorgestellt. Es trägt den Kunstnamen MOIA und ist in Berlin angesiedelt. Dort solle ein zunächst 50köpfiges Team eigene Mobilitätsdienstleistungen „selbständig oder partnerschaftlich mit Städten und den bestehenden Verkehrssystemen“ entwickeln und vermarkten, ließen die Wolfsburger verlauten. Parallel dazu sollten die Konzernmarken ihre markenspezifischen Dienste vorantreiben.

Das Ziel von MOIA soll es sein, individuelle Mobilität auf Knopfdruck zu bezahlbaren Preisen zu bieten. Im ersten Schritt soll das Geschäftsfeld „Fahrtenvermittlung via App“ aufgebaut werden. Dabei arbeitet das Team mit dem Unternehmen GETT zusammen, an dem sich der Konzern beteiligt hat (taxi heute berichtete).

Als zweites großes Geschäftsfeld haben die Konzernstrategen das „Pooling“ ausgemacht. Damit sollen unnötige Einzelfahrten im Individualverkehr vermieden werden. Dieser Ansatz soll sich auf Verkehre konzentrieren, die Stadtgrenzen überschreiten. Erste Pilotprojekte in diesem Bereich sollen noch 2017 starten.

Ab Januar 2017 soll die Geschäftsführung komplett sein. Sie besteht aus Ole Harms, Dr. Frank Dilger und Robert Henrich. Ein Beirat soll diesem Trio beratend zur Seite stehen. Er wird von Thomas Sedran geleitet, dem Leiter Konzernstrategie der Volkswagen AG.

Wie die Süddeutsche Zeitung am 6. Dezember 2016 schrieb, will MOIA Ende 2017 sogar eigens entwickelte Fahrzeuge mit Elektroantrieb vorstellen. MOIA wolle GETT beim Einstieg in den deutschen Markt helfen. Um die Zusammenarbeit für die Taxibranche attraktiver zu machen, wolle Volkswagen Vergünstigungen anbieten, etwa bei der Finanzierung von Modellen des Konzerns. Zu diesen Punkten schweigt sich die offizielle Pressemitteilung des Konzerns aus.
 

Logobanner Liste (Views)