Verkehrsverbände gründen eigenes Versorgungswerk

Verkehrsverbände bündeln Angebote zur Altersabsicherung in einem gemeinsamen Versorgungswerk und schaffen eine „MobilitätsRente“ für die Branche.

Im Alter profitieren die Mitarbeiter: Mit der „MobilitätsRente“ wollen die Verkehrsverbände die betriebliche Altersvorsorge stärken. (Foto: Pixabay)
Im Alter profitieren die Mitarbeiter: Mit der „MobilitätsRente“ wollen die Verkehrsverbände die betriebliche Altersvorsorge stärken. (Foto: Pixabay)
Redaktion (allg.)
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

Mit eigenen Angeboten zur Altersvorsorge sowie Kranken- und Unfallversicherung wenden sich Verkehrsverbände an Unternehmen in den Bereichen Spedition und Logistik, Lagerhaltung, Güterverkehr, Entsorgung und Personenbeförderung. In einem gemeinsamen „Versorgungswerk der Verkehrswirtschaft (VVW)“ bündeln sie ihre bisherigen Einzelaktivitäten zur sozialen Absicherung der Beschäftigten ihrer Branchen. Damit trügen sie dazu bei, die bestehenden Leistungen zu stärken und den Umfang der betrieblichen Altersversorgung zu erhöhen, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Im neuen Versorgungswerk VVW verschmelzen das bestehende Versorgungswerk Transport, Spedition und Logistik Deutschland (TSL) und das SVL Versorgungswerk des Straßenverkehrs- und Logistikgewerbes. Wie die Verkehrsverbände erklären, könne Unternehmen der Güter- und Personenverkehrsbranche damit ab sofort „aus dem breiten Produktportfolio der exklusiven Versicherungspartner Allianz und R+V Versicherung auswählen“.

Im VVW werden wie bisher Direktversicherung, Pensionszusage und Unterstützungskasse für die Altersvorsorge als Ergänzung zur gesetzlichen Rentenversicherung angeboten, neu hinzu kommen künftig Zeitwertkonten, Unfallversicherung und betriebliche Krankenversicherung. Die in den Versorgungswerken TSL und SVL bereits bestehenden Altersvorsorge-Verträge würden, so versichern die Verbände, ohne Nachteile für die Beschäftigten unverändert fortgeführt.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, sinkenden Rentenniveaus sowie anhaltenden Fachkräftemangels sollen den Beschäftigten der Verkehrsbranchen durch den Abschluss von Gruppenversicherungsverträgen besonders attraktive Konditionen bei Altersvorsorge sowie Kranken- und Unfallversicherung angeboten werden.

Als zweite Säule der Ruhestandsvorsorge gewinne, so die Mitteilung, die betriebliche Altersversorgung zunehmend an Bedeutung. Mit der „MobilitätsRente“ setze die Verkehrsbranche ein Zeichen für die Wahrnehmung der sozialen Verantwortung der Unternehmen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die grundsätzliche Stärkung der betrieblichen Altersversorgung.

Träger des neuen Versorgungswerks sind der DSLV Bundesverband Spedition und Logistik, der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ), der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO), der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), der Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL) sowie die Bundes-Zentralgenossenschaft Straßenverkehr eG (SVG).

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