Tesla plant Produktion autonomer Taxis in Europa

Tesla will sein autonomes Robo-Taxi Cybercab nicht nur in den USA, sondern auch in Europa produzieren. Nach einem Bericht des Fachportals Edison soll das Fahrzeug in der Gigafactory des Unternehmens im brandenburgischen Grünheide gefertigt werden. Wann es auf europäischen Straßen zugelassen wird, ist jedoch noch offen.

Das Cybercab, ein zweisitziges, rund vier Meter langes Fahrzeug ohne Lenkrad und Pedale.| Foto: Tesla
Das Cybercab, ein zweisitziges, rund vier Meter langes Fahrzeug ohne Lenkrad und Pedale.| Foto: Tesla

Das Cybercab, ein zweisitziges, rund vier Meter langes Fahrzeug ohne Lenkrad und Pedale, unterscheidet sich in der europäischen Variante offenbar vom ursprünglichen Prototyp. Während dieser mit Flügeltüren ausgestattet war, soll das Modell aus Brandenburg über konventionelle Türen verfügen. Die Steuerung erfolgt ausschließlich über Kameras, die für den Winterbetrieb beheizt werden. In Notfällen kann ein Techniker per Fernzugriff über ein Joystick-System eingreifen.

Das Cybercab ist für den vollelektrischen Betrieb ausgelegt und verfügt über eine mindestens 60 kWh große Batterie. Diese soll induktiv geladen werden, also kabellos über ein Multispulensystem. Entwickelt wurde die Technik von dem Berliner Start-up Wiferion, das Tesla 2023 zunächst übernommen, dann weiterverkauft, jedoch dessen Entwickler im Unternehmen behalten hat. Die Ladeleistung von 11 kW erlaubt eine vollständige Aufladung über Nacht.

Markteinführung ungewiss

Tesla plant, das Cybercab in den USA noch in diesem Jahr in mehreren Regionen zu erproben. In Europa hingegen sind sowohl technische als auch regulatorische Hürden zu überwinden, bevor eine Zulassung erfolgen kann. Die Fabrik in Grünheide soll nach Unternehmensangaben nicht nur den europäischen Markt beliefern, sondern auch Exporte in den Nahen und Mittleren Osten sowie nach Taiwan übernehmen.

Aussagen in diesem Video müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

Das Fahrzeug soll beim Kauf nicht mehr als 30.000 Dollar kosten, umgerechnet rund 28.000 Euro. Alternativ soll eine Nutzung über eine App ermöglicht werden, bei der Fahrten individuell gebucht und bezahlt werden können. Voraussetzung für die Einführung bleibt jedoch die Marktreife von Teslas autonomer Fahrsoftware.

Basisversion des Model Y als Grundlage

Das Cybercab basiert laut Edison auf einer neuen Variante des Model Y. Tesla entwickelt demnach eine kürzere, kostengünstigere Version des Mittelklasse-SUVs, die als preisgünstiges Einstiegsmodell dienen soll. Die Fertigung soll zunächst in China anlaufen, bevor auch in Grünheide mit der Produktion begonnen wird.

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