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Telekom bietet einen Taxi-Rufknopf

Das vom Stromnetz unabhängige Teil kann Aufträge auch per E-Mail oder SMS an kleinere Taxiunternehmen weiterleiten.

Für den Taxi-Button hat sich Best Ways die Bezeichnung „Taxi-Klingel“ schützen lassen. (Foto: Telekom)
Für den Taxi-Button hat sich Best Ways die Bezeichnung „Taxi-Klingel“ schützen lassen. (Foto: Telekom)
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Dietmar Fund

Einen Taxi-Ruf von der Größe einer Türklingel hat die Abteilung Business Development der Telekom Deutschland GmbH entwickelt. Er basiert auf dem „IoT Service Button“, mit dem in anderen Branchen schon Abhol- und Lieferprozesse gestartet werden.

Das Gerät enthält eine SIM-Card, die es mit dem Mobilfunknetz verbindet. Außerdem kann es die Verbindung zur Telekom-Cloud auch über die namensgebende Schmalband-Funktechnologie IoT aufbauen. Das Maschinen- und Sensorennetz soll sicherstellen, dass Bestellungen beispielsweise auch aus Bars oder Restaurants abgegeben werden können, die in einem Keller untergebracht sind. Ein WLAN-Firmennetzwerk ist dazu nicht nötig.

Den Strom bezieht der Rufknopf über drei eingebaute Batterien des gängigen Formats 3 AAA. Sie sollen für rund 1.000 Bestellvorgänge reichen.

Die Telekom selbst vermarktet den Rufknopf auch als „Taxi-Button“. Einer ihrer Taxi-Kunden, die Best Ways GmbH aus Frankfurt/Main, hat sich dafür laut der Telekom den Namen „Taxi-Klingel“ schützen lassen. Das Unternehmen hat 500 „Taxi-Klingeln“ bei Restaurants, Bars, Firmen und Krankenhäusern verteilt. Damit generierte Aufträge speist es in sein Vermittlungssystem von Seibt + Straub ein.

Laut Stina Perbandt, die für die Kooperationsentwicklung bei Verbänden und Organisatoren verantwortlich ist, haben außer Seibt + Straub auch die Taxi-Vermittler fms und GefoS sowie HALE ein „Try & Buy-Paket“ erhalten, um die grundsätzlich mögliche Einbindung zu testen. Kleinere Unternehmen ohne Taxizentrale könnten den Taxi Button aber ebenfalls einsetzen, weil man Aufträge auch per E-Mail oder SMS weiterleiten könne.

Die Telekom verkauft die Einrichtung und die Aktivierung, die Hardware und dazu den Service für 24 oder 60 Monate. Bei der Bestellung von mehr als 25 Stück kostet zum Beispiel das Paket „Service Button Bundle 60“ für fünf Jahre Laufzeit 73,90 Euro pro Rufknopf und einmalig 69,90 Euro für die Einrichtung und die Aktivierung. Wer weniger als 25 Geräte bestellt, muss einen einmaligen Mindermengenaufpreis von 69,90 Euro entrichten. Was das individuelle Branding kostet, erfahren die Interessenten auf Anfrage.

Der Taxi Button ist ein neuer Wettbewerber des aus den Niederlanden stammenden „Taxi-Butlers“, den Taxiunternehmer gleichermaßen bei Kunden aufstellen, um von ihnen gerufen zu werden. Das handtellergroße Gerät, über das taxi heute bereits mehrfach berichtet hat, gibt im Gegensatz zum einfacheren der Telekom eine Rückmeldung zum Auftrag und ist in manchen Versionen in der Lage, auch ein Großraumtaxi zu rufen.

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