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Schwandorfer Taxler helfen übers Gleis

Als Partner des Bahnhofsmanagements überbrückt Taxi Merl für Mobilitätsbehinderte die Gleise, weil der Bahnhof keine Aufzüge hat.

Markus Kassecker (v.l.) und Walter Reichenberger vom Bahnhofsmanagement Regensburg informieren Oberbürgermeister Andreas Feller über den Mobilitätsservice, den Thomas Merl und Max zu Eltz im Auftrag der Bahn bieten. (Foto: Maria Schuierer/Stadt Schwandorf)
Markus Kassecker (v.l.) und Walter Reichenberger vom Bahnhofsmanagement Regensburg informieren Oberbürgermeister Andreas Feller über den Mobilitätsservice, den Thomas Merl und Max zu Eltz im Auftrag der Bahn bieten. (Foto: Maria Schuierer/Stadt Schwandorf)
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Dietmar Fund

Die Deutsche Bahn bietet am Knotenbahnhof Schwandorf einen Mobilitätsservice an. Fahrgäste, deren Mobilität eingeschränkt ist, können am Vorabend für die Zeit zwischen 6 und 22 des Folgetages die Dienste des örtlichen Taxiunternehmens Merl buchen. Dessen Mitarbeiter helfen dann nach Rücksprache mit dem Stellwerk Fahrgästen im Rollstuhl, Sehbehinderten, älteren Menschen oder Müttern mit Kinderwagen auf einem sonst gesperrten ebenerdigen Übergang über die Gleise, damit sie den Mittelbahnsteig erreichen. Von dort verkehren alle Fernzüge.

Laut Thomas Merl bietet er den Mobilitätsservice seit Anfang 2019, er wurde nur erst am 23. Juli 2019 mit einer Pressemitteilung publik gemacht. Taxi Merl bekommt für den Service einen monatlichen Grundbetrag und eine Pauschale für jede Hilfeleistung. Der Service sei seither mindestens 30mal pro Monat in Anspruch genommen worden, im Juli aber sogar 70mal, berichtete Thomas Merl auf Anfrage von taxi heute. In den Ferien werde er stärker in Anspruch genommen.

Das für den Bahnhof zuständige Bahnhofsmanagement in Regensburg hatte zu Jahresbeginn das Servicepersonal der Deutschen Bahn aus Schwandorf abgezogen. Der Bahnhof fällt in die Kategorie 4 von insgesamt 7, nach denen die Bahnhöfe in Bayern eingeteilt worden sind. Nur in den Bahnhöfen der Kategorie 1 und 2 gibt es noch eine Servicestation mit Personal, das vor Ort stationiert ist.

Das Taxiunternehmen Merl füllt also eine wichtige Lücke. Taxi- und Mietwagenunternehmer in anderen Regionen könnten sich bei der Deutschen Bahn oder bei den im Nahverkehr mittlerweile oft verkehrenden Privatbahnen erkundigen, ob sie einen ähnlichen Service brauchen – insbesondere an Bahnhöfen, an denen Taxis sowieso hin und wieder am Halteplatz stehen.

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