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Taxi-Ruf über Google Maps steigert App-Nutzung

Seit die App taxi.eu in Google Maps integriert ist, haben sich die App-Bestellungen in zwei Großstädten fast verdreifacht.

Hermann Waldner warb in Erfurt eindringlich für die vom mobilen Gewerbe selbst entwickelten Taxi-Apps. (Foto: Dietmar Fund)
Hermann Waldner warb in Erfurt eindringlich für die vom mobilen Gewerbe selbst entwickelten Taxi-Apps. (Foto: Dietmar Fund)
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Dietmar Fund

Seit vier Monaten ist es möglich, für die Städte Berlin und München ein Taxi über die App von taxi.eu zu bestellen. In diesem Zeitraum haben die App-Bestellungen in diesen beiden Städten verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um das Zweieinhalb- bis Dreifache zugenommen. Diese interessante Erfahrung gab Hermann Waldner, Geschäftsführer von taxi.eu, mehrerer Berliner Taxizentralen und der Münchner Taxizentrale IsarFunk, auf der Mitgliederversammlung der Fachvereinigung Personenverkehr des Landesverbandes Thüringen des Verkehrsgewerbes weiter. Sie fand am 16. November 2019 in den Räumen der Industrie- und Handelskammer in Erfurt statt.

Waldner kündigte an, dass die Integration von taxi.eu in Google Maps demnächst auf Hamburg ausgedehnt werde. Google lasse sich die Vermittlung eines Taxis mit fünf Euro pro Vorgang allerdings teuer bezahlen. Bei Apple Maps dagegen sei die Vermittlung bislang noch kostenlos.

Interessant war auch die Beobachtung Waldners, dass taxi.eu nach der Integration bei Suchanfragen in Google Maps zunächst an erster Stelle aufgeführt worden war. Die Wettbewerber Free Now und Uber hätten aber schnell erkannt, dass Google als zwei Haupt-Algorithmen den Preis und die Schnelligkeit der Anfahrt werte. Sie hätten mit ihren vielen Programmierern an diesen Stellschrauben gedreht und taxi.eu vom ersten Platz verdrängt. Die meisten Kunden indes wählten automatisch denjenigen, der an erster Stelle angezeigt werde.

Der Zentralen-Chef und Vizepräsident des Bundesverbandes Taxi und Mietwagen e.V. zog daraus den Schluss, dass alle Taxiunternehmer für die gewerbeeigene App werben sollten. Schließlich könne das Gewerbe nicht so hohe Werbegelder aufbringen wie Konzerne.

Abschließend berichtete Waldner, dass die drei vom mobilen Gewerbe entwickelten und vor rund fünf Jahren zusammengeführten Apps Taxi Deutschland, taxi.eu und Cab4Me momentan immer einheitlicher programmiert und so zu einer App zusammengeführt würden. Weitere Kooperationen mit App-Anbietern aus Frankreich, Spanien, Portugal und sogar Südamerika sollten die Bedeutung von taxi.eu gegenüber Google weiter steigern.

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