Ablenkung ist der vierte Killer im Straßenverkehr
Pfeiffer erklärte dort, die deutschen Verkehrsteilnehmer reagierten im Prinzip nur auf Sanktionierung. Das hätten Maßnahmen wie die Absenkung der Promillegrenzen oder die Einführung von Verwarnungsgeldern für das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes oder das Fahren ohne Helm bei Zweirädern gezeigt. Die deutschen Bußgelder empfinde er im europäischen Vergleich als „lächerlich niedrig“. Deutschland müsse sie nach oben angleichen. Seine Erfahrung sei es, dass man Verstöße möglichst gleich sanktionieren müsse.
Die meisten tödlichen Unfälle im Bereich seiner Inspektion seien in den letzten Jahren durch ausländische Fahrer verursacht worden, die durch verkehrsfremde Tätigkeiten abgelenkt gewesen seien, sagte der Polizeibeamte. Verstöße dieser Gruppe würden in den einzelnen Bundesländern ganz unterschiedlich verfolgt, dabei zahlten die meisten, wenn man ihnen einen Bußgeldbescheid schicke, berichtete Pfeiffer, der als Vertreter der Polizeigewerkschaft referierte. Er schloss seinen Vortrag mit der Forderung seiner Gewerkschaft, sich mit verkehrsfremden Tätigkeiten wie dem Essen, der Körperpflege oder der Kaffeezubereitung am Lenkrad auseinanderzusetzen.
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