Taxifahrer zu Unrecht angeklagt

Ein Kollege aus Hannover wurde von einem weiblichen Fahrgast wegen einer angeblichen Vergewaltigung angezeigt und musste daraufhin 17 Tage im Gefängnis verbringen – zu Unrecht, wie sich herausstellte.
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Wie die „Neue Presse“ berichtet, hatte der 49-Jährige im Juli 2012 nachts einen Auftrag der Zentrale erhalten: Eine Frau wollte aus der Kneipe nach Hause gefahren werden. Während der Fahrt soll diese laut der späteren Schilderung des Taxifahrers zudringlich geworden sein und begonnen haben, ihn zu küssen. Er sei zunächst nicht darauf eingegangen und habe sie nach Hause gefahren. Dort sei es schließlich zum Geschlechtsverkehr gekommen - im beiderseitigen Einvernehmen.

Drei Tage später wurde der Taxifahrer festgenommen. Die Frau hatte ihn angezeigt und behauptet, er habe sie vergewaltigt. 17 lange Tage verbrachte er in Haft, bis es seiner Verteidigerin gelang, ihn herauszuholen. Sie hatte der Polizei mitgeteilt, dass das angebliche Vergewaltigungsopfer dem 49-Jährigen freiwillig seine Handy-Nummer gegeben hatte, was den Haftrichter offenbar umstimmte.

Ein Prozess im April dieses Jahres endete ohne Urteil. Die Frau hätte von einem Gutachter auf ihre Glaubwürdigkeit hin untersucht werden sollen, hatte sich dem aber entzogen und war untergetaucht. Im zweiten Gerichtsverfahren, das in dieser Woche endete, wurde der Taxifahrer schließlich freigesprochen – 16 Monate nach dem Vorfall.

Er befindet sich in psychologischer Behandlung und hat vermutlich keine Chance, Schadenersatz wegen der falschen Vorwürfe zu bekommen, da bei der Frau nichts zu holen sei.

(sk)
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