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Kolonnenspringer haften immer mit

Wer als Kolonnenspringer mit einem ausscherenden Autofahrer kollidiert, haftet wegen der Betriebsgefahr seines Fahrzeugs immer mit.
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Dietmar Fund

Wenn sich ein Autofahrer in einer Kolonne durch Überholen schrittweise nach vorne arbeitet, muss er sich darüber im Klaren sein, dass er bei einer Kollision mit einem unachtsam ausscherenden Autofahrer 20 Prozent der Unfallkosten mit tragen muss, auch wenn die Verkehrslage nicht unübersichtlich gewesen ist. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts München mit dem Aktenzeichen 10 U 4448/16 hervor, auf das der D.A.S. Leistungsservice hinweist.

In dem verhandelten Fall hatte ein Autofahrer auf einer Strecke, auf der 100 km/h erlaubt waren, eine mit 80 km/h fahrende Kolonne nach und nach überholt, bevor er mit einer ausscherenden Autofahrerin zusammenstieß. Entgegen seiner Ansicht, dass die Ausscherende den Schaden alleine tragen müsse, sprach ihm das Gericht wegen der Betriebsgefahr seines Fahrzeugs eine Mitschuld zu.

Diese Betriebsgefahr falle nur dann weg, wenn der Unfall für den Fahrer völlig unvermeidbar gewesen wäre. Das sei aber hier nicht der Fall gewesen. Der Fahrer hätte sich wegen des mit dem Überholen verbundenen Risikos ja auch dafür entscheiden können, auf das Überholen zu verzichten.
 

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