Rücktritte bei der Stuttgarter Taxizentrale

Die Stuttgarter Taxigenossenschaft „TAZ“ wird seit vergangenem Mittwoch von einem Interimsvorstand geleitet. Der bisherige Vorstand und mehrere Aufsichtsratsmitglieder sind aufgrund eines Gerichtsurteils zurückgetreten.
Redaktion (allg.)

Am 1. Oktober hatte das Stuttgarter Oberlandesgericht entschieden, dass alle Beschlüsse der TAZ-Generalversammlungen der Jahre 2010, 2011 und 2012 ungültig sind. Das Genossenschaftsrecht sehe strikte Regelungen vor, sagte ein Gerichtssprecher gegenüber der Tageszeitung „Stuttgarter Nachrichten“. Man dürfe nicht einfach bestimmten Leuten den Zutritt verwehren.


Genau dies war allerdings vor einigen Jahren geschehen, als man laut Stuttgarter Zeitung 182 der damals 406 Mitglieder aus der Genossenschaft ausschloss. Sie galten als Passivmitglieder, die damals keine aktuelle Taxikonzession hatten, aber mit je 510 Euro an der Genossenschaft beteiligt waren und dafür auch Stimmrecht genossen.


Wenige Tage nach dem Urteil des OLG zogen nun der aktuelle Vorstand und vier Aufsichtsratsmitglieder die Konsequenzen. Sie traten letzten Mittwoch von ihren Ämtern zurück. Mitte November sollen im Rahmen einer Mitgliederversammlung die Posten wieder besetzt werden. Wahlberechtigt könnten dann auch wieder die damals ausgeschlossen passiven Mitglieder sein. Einige von Ihnen hatten gegen den Ausschluss geklagt, so dass sich auch damit in einem gesonderten Verfahren die Richter beschäftigen müssen. Die Entscheidung zu diesen Verfahren wird ebenfalls in den nächsten Tagen erwartet.
 

Bis zu den Neuwahlen wird die TAZ interimsweise von Darush Bozorgmehr und Cafer Arslan betreut.

Printer Friendly, PDF & Email
Logobanner Liste (Views)