Ethik-Kommission denkt über automatisiertes Fahren nach

Unter der Leitung eines ehemaligen Verfassungsrichters ist das 14-köpfige Gremium am 30. September 2016 erstmals zusammengetreten.
Während man bei teilweise autonomen Systemen wie in der neuen E-Klasse (Foto) die Hände oft am Lenkrad lassen muss, entscheiden voll autonome Fahrzeuge selbst, wohin sie steuern. (Foto: Dietmar Fund)
Während man bei teilweise autonomen Systemen wie in der neuen E-Klasse (Foto) die Hände oft am Lenkrad lassen muss, entscheiden voll autonome Fahrzeuge selbst, wohin sie steuern. (Foto: Dietmar Fund)

Am 30. September 2016 hat im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Berlin die Auftaktsitzung der Ethik-Kommission zum automatisierten Fahren stattgefunden. Unter der Leitung des ehemaligen Bundesverfassungsrichters Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio soll sie klare Leitlinien für Algorithmen entwickeln, nach denen autonom fahrende Kraftfahrzeuge unter anderem vor einem unvermeidbaren Unfall entscheiden, welche Schädigung sie in Kauf nehmen möchten.

 

Eingesetzt hat die Kommission Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Er betonte bei der Auftaktveranstaltung zwei Grundsätze: Zum einen gehe Sachschaden immer vor Personenschaden und zum anderen dürfe es keine Klassifizierung von Personen etwa nach Größe oder Alter geben.

Die Ethik-Kommission besteht aus 14 Wissenschaftlern und Experten aus den Bereichen Ethik, Recht und Technik. Zu ihr zählen laut dem Ministerium unter anderem Verkehrsexperten, Rechtswissenschaftler und Informatiker, aber auch Verbraucherschutz- und Verbandsvertreter.

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