Mit dem Fiskaltaxameter auf der sicheren Seite

Beim Infotag der Münchener IHK wurde klar, dass Taxiunternehmer schon jetzt auf Taxameter umsteigen sollten, die sich zu einem Fiskaltaxameter aufrüsten lassen.

Insgesamt sechs Referenten informierten die 70 Teilnehmer des ausgebuchten Infotages. (Foto: Erwin Fleischmann)
Insgesamt sechs Referenten informierten die 70 Teilnehmer des ausgebuchten Infotages. (Foto: Erwin Fleischmann)

Taxi- und Mietwagenunternehmer müssen heute schon ihre bar kassierten Geschäftsvorgänge einzeln aufzeichnen. Sie können sie bei Betriebsprüfungen entweder auf Quittungsdoppeln, Schichtzetteln und dergleichen nachweisen oder elektronisch über die freiwillige Verwendung von Taxametern, die Daten bereits elektronisch signiert und weitgehend manipulationssicher auf einem Server abspeichern. Wer bereits heute eine INSIKA- oder eine damit vergleichbare Lösung verwendet, ist auf der sicheren Seite. Es ist zwar derzeit nicht absehbar, ob die von den Landesfinanzbehörden geforderte gesetzliche Regelung mit technischen Anforderungen tatsächlich kommt. Aber eine solche Regelung wird vermutlich keine höheren technischen Anforderungen stellen als jene, die bereits heute von INSIKA oder anderen im Hamburger Modell zugelassenen Verfahren erfüllt werden. Diese persönlichen Einschätzungen gab Edo Diekmann von der Oberfinanzdirektion Niedersachsen beim Infotag „Fiskaltaxameter“ der IHK für München und Oberbayern am 15. Oktober 2015 ab.

Wie der Diplom-Finanzwirt und weitere Referenten erläuterten, würde das bei vielen Unternehmen bestehende Problem, dass den Anforderungen entsprechende Einzelaufzeichnungen nicht korrekt geführt würden, bei einer elektronischen Einzelaufzeichnung gelöst. Sie sei mit Synergieeffekten wie einem effizienteren Einsatz von Taxifahrern verbunden.

Weitere interessante Erkenntnisse steuerten Dirk Ritter und Marco Meyenborg von der Hamburger Behörde für Verkehr, Wirtschaft und Innovation aus dem Fiskaltaxameter-Projekt der Hansestadt bei. Vertreter des Taxameter-Hersteller Frogne, Kienzle und HALE sowie des Datendienstleisters tesymex schilderten den 70 Teilnehmern den Umgang mit fiskaltauglichen Taxametern und die Auswertung der von ihnen an einen Server weitergeleiteten Daten. Die Teilnehmer der ausgebuchten Veranstaltung nutzten eifrig die Gelegenheit, den Referenten direkt und in den Pausen Fragen zu stellen.

Der Infotag war von den IHK-Fachbetreuerinnen im Referat Verkehr und Logistik, Elke Hagg und Christiane Pöge, organisiert worden und wurde von Dietmar Fund moderiert, Chefredakteur von taxi heute. Einen ausführlichen Bericht über die Veranstaltung bringt taxi heute in der Ausgabe 12/2015. Die Referate stellt die IHK mit der Zustimmung aller Referenten als pdf-Dateien zum Herunterladen zur Verfügung.

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