Leverkusen: Sitzungsunterlagen kommen per Taxikurier

Die Stadt Leverkusen vertraut zur Fristwahrung lieber der Taxibranche als der Post.

Die Stadtverwaltung von Leverkusen vertraut bei Kurierfahrten lieber dem Taxi als der Post. (Foto: Stadt Leverkusen)
Die Stadtverwaltung von Leverkusen vertraut bei Kurierfahrten lieber dem Taxi als der Post. (Foto: Stadt Leverkusen)
Dietmar Fund

Schludrig und unzuverlässig – das ist das Vorurteil, mit dem sich Taxiunternehmen immer wieder auseinandersetzen müssen und gegen das sicher die Mehrzahl von ihnen hart ankämpft. In der Stadt Leverkusen hingegen scheint das mobile Gewerbe den Ruf hoher Zuverlässigkeit zu genießen. Das geht aus einem Artikel der Rheinischen Post hervor, in dem geschildert wird, dass die Ratsmitglieder Sitzungsunterlagen stets per Taxi zugestellt bekommen. Das begründet die Stadtverwaltung mit der Wahrung der vorgeschriebenen Fristen, die nur so und nicht mit der Post oder herkömmlichen Kurierdiensten gewährleistet werden könne. Die Fahrten würden wie andere Taxi-Kurierfahrten ausgeschrieben.

Die Zeitung setzt sich mit der doppelten Zustellung der Unterlagen auseinander. Die meisten der Ratsmitglieder bekamen nämlich ein Pad, auf dem sie die Papiere für ihre Sitzungen auch elektronisch empfangen und studieren können. Während einige dies gerne tun und bemängeln, dass bei ihnen die Taxifahrer trotzdem noch klingeln und Papier vorbeibringen, nutzen andere noch gar kein Pad.

Die von vielen Politikern beschworene schöne neue digitale Welt scheint auch bei ihresgleichen noch nicht überall anzukommen.
 

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