Elf Jahre Haft nach Messerattacke auf Taxifahrer

Ein 27-jähriger Mann, der im September des vergangenen Jahres im niedersächsischen Lingen bei einem Raubüberfall einen Taxifahrer mit Messerstichen schwer verletzt hatte, muss für elf Jahre hinter Gitter.
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Der 27-Jährige hatte im September 2010 nach eigener Aussage seine Wohnung verlassen, um einen Taxifahrer zu überfallen, und dazu eigens ein 30 Zentimeter langes Messer mitgenommen.

Er hatte anschließend nach einer Taxifahrt vom Lingener Stadtzentrum zu einer Straße am Ufer der Ems zunächst versucht, dem 33 Jahre alten Fahrer von hinten die Kehle durchzuschneiden. Nachdem das nicht gelang, was offenbar an drei Halsketten scheiterte, die das Opfer als Schmuck unter dem Rollkragenpullover trug, stach er mehrfach auf ihn ein. Dem Taxifahrer war es damals trotz seiner Verletzungen gelungen, aus seinem Wagen zu fliehen.

Während der Verhandlung vor dem Osnabrücker Landgericht gestand der 27-Jährige die Tat und gab an, dass er den Taxifahrer damals habe töten wollen. „Ich habe mir gedacht: Entweder er stirbt, oder ich werde gepackt“. Weil er den Fahrer nach dessen Flucht aus dem Taxi aber nicht verfolgt habe, wertete das Landgericht die Tat jedoch nicht als versuchten Mord, sondern als besonders schwere räuberische Erpressung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.

Zugunsten des Angeklagten wertete das Landgericht dessen Geständnis, strafverschärfend die Tatsache, dass er die Tat geplant hatte und zum Tatzeitpunkt wegen eines bewaffneten Überfalls auf einen Drogeriemarkt bereits unter Bewährung stand.

(sk)
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