Das Toyota Corolla Touring Sports-Taxi fordert Sportsgeist

Der kompakte Kombi lässt sich mit seinem Hybridantrieb als Taxi sparsam und leise fahren und bietet einen viel bequemeren Arbeitsplatz als ältere Modelle der Marke. Dafür muss man seiner sportlichen Linie beim Ein- und Aussteigen und im Kofferraum Tribut zollen.

Der Toyota Corolla Touring Sports ist zwar überraschend gut gefedert, aber im Inneren sehr kompakt. (Foto: Dietmar Fund)
Der Toyota Corolla Touring Sports ist zwar überraschend gut gefedert, aber im Inneren sehr kompakt. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Als Ersatz für den spätestens 2021 aussterbenden Oldie Prius+ und seinen im Taxi-Gewerbe geschätzten Hybridantrieb hat Toyota mehrere Modelle parat, die allesamt einen deutlich höheren Fahrkomfort und einen ansprechender gestalteten Innenraum bieten. Zu ihnen gehört neben dem Kompakt-SUV RAV4 und der Limousine Camry der kompakte Kombi Toyota Corolla Touring Sports, den taxi heute als vorerst letztes aktuelles Modell der Japaner im Taxi-Gewand getestet hat.

Mit einem Durchschnittsverbrauch von 5,5 Litern Super auf 100 Kilometer und einem Minimalverbrauch lag er zwar deutlich über den Werten mit einer Vier vor dem Komma, mit denen Toyota gerne angibt. Der Wert ist aber dennoch respektabel.

Dank der besseren Geräuschdämmung gegenüber früheren Modellen fuhr sich auch der Corolla-Kombi angenehm leise, solange man nicht beim Überholen oder auf der Einfädelspur zügig beschleunigen muss. Da wirkt sich der Gummibandeffekt des stufenlos variablen CVT-Getriebes trotz aller Verfeinerungsmaßnahmen noch immer aus und sorgt für ein kerniges Motorgeräusch. Trotz aller Marketing-Bemühungen der Japaner ist auch dieser Vollhybrid kein Sportler, obwohl er es mit 18-Zöllern, gleich zwei Sport-Fahrmodi und seinem modisch geformten Heck suggeriert. Das alleine muss im Taxi-Betrieb kein Nachteil sein.

Während sich der Corolla Touring Sports trotz des straff abgestimmten Fahrwerks und auch wegen seiner gut ansprechenden Lenkung angenehm komfortabel fahren lässt, hat die sportliche Linie auch einige Nachteile im Taxi-Einsatz. So sitzen große Fahrer und Fahrgäste vorn und auf den hinteren Außenplätzen in unmittelbarer Nähe des seitlich eingezogenen Dachholms und stoßen leicht dagegen. Der Ein- und Ausstieg ist schon vorn nicht bequem und wird hinten durch den Dacheinzug, die kurzen Türausschnitte und den hohen Schweller erschwert.

Wer nicht gerne in eine E-Klasse hinuntersteigt, wird auch den Corolla nicht als angenehm empfinden. Der Kofferraum ist zwar gut beladbar, aber hinter der Heckklappe dürfen nur niedrige Gepäckstücke liegen, sonst schließt sie nicht. Taxi- und Mietwagenunternehmer auf dem Lande, die öfter ältere Herrschaften befördern, bekommen den gleichen Hybridantrieb auch im frontgetriebenen Kompakt-SUV RAV 4 in Kombination mit angenehmeren Einstiegen und einem größeren Fahrgast- und Kofferraum.

Der ausführliche Testbericht erscheint demnächst in taxi heute. Interessierte Taxi- und Mietwagenunternehmer können detaillierte Testnotizen im Download-Bereich dieser Meldung als pdf-Datei herunterladen und sich Fotos in einer Bildergalerie anschauen.

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