VW Passat geht kräftig auf Schleichfahrt

Mit dem Passat GTE hat jetzt auch Volkswagen einen leisen und bei Bedarf auch kräftigen Plug-in-Hybriden ins Programm genommen, der eher als Unternehmerauto positioniert ist.
Wegen des hinter dem Markenemblem sitzenden Sensors für den Front Assist hat der Passat GTE eine Ladeklappe im Kühlergrill. (Foto: Dietmar Fund)
Wegen des hinter dem Markenemblem sitzenden Sensors für den Front Assist hat der Passat GTE eine Ladeklappe im Kühlergrill. (Foto: Dietmar Fund)

Das System starten, erst einmal gar nichts hören und dann nur einen surrenden Elektromotor: Dieses angenehme Fahrerlebnis kann man jetzt im Plug-in-Hybriden VW Passat GTE haben. Limousine und Variant unterscheiden sich äußerlich durch eine spezielle Bugschürze und eine Klappe für den Stromanschluss von ihren Serienbrüdern. Unter der Rücksitzbank sitzen die Akkus, die maximal 50 Kilometer rein elektrisches Fahren bis 130 km/h erlauben sollen. Ihretwegen ist der Tank ein Stück nach hinten gewandert, doch beeinträchtigt er den Laderaum und die Umklapp- sowie die Durchlademöglichkeiten überhaupt nicht. Für ein Ersatzrad ist allerdings kein Platz mehr.

Bei der Fahrvorstellung 1m 15. Juli 2015 rund um Amsterdam gefiel das leise und geschmeidige Zusammenspiel des 85 kW/115 PS leistenden Elektromotors mit dem 115 kW/156 PS starken 1,4-l-TSI über ein Sechsgang-DSG mit nassen Kupplungen. Wenn die Akkus leergefahren sind, schaltet sich beinahe unmerklich der TSI zu. Beim Verzögern kann man die Bremsenergie entweder im B-Modus der Dauerfahrstufe D nutzen oder aber über Schaltpaddeln am Lenkrad die Stärke der Rekuperation bestimmen. Auf Autobahn- und Überlandetappen kann das DSG auch den Schwung beim Segeln nutzen. Wer zum Überholen beide Motoren zusammen nutzen möchte, drückt den GTE-Knopf, der dann auch einen künstlichen Motorsound erzeugt.

Mit dem Kürzel GTE deutet Volkswagen schon an, dass seine Plug-in-Hybrid-Variante des Passat am Markt nicht als Sparmodell positioniert werden soll. Dagegen spricht schon die reichhaltige Serienausstattung, die unter anderem eine 3-Zonen-Klimaautomatik, den ergoComfort-Sitz für den Fahrer, LED-Scheinwerfer für Abblend- und Fernlicht, den Front Assist mit Notbremsfunktion, Einparkhilfen für vorn und hinten sowie 17-Zoll-Mobilitätsreifen auf speziellen Leichtmetallfelgen enthält.

So kostet die Limousine 37.185 Euro (Preise ohne MwSt.) und der Kombi Variant 38.025 Euro. Zum Vergleich: Eine Highline-Limousine mit DSG und 140 kW/190 PS leistendem 2-l-TDI kommt auf 34.160 Euro und ein ebensolcher Variant auf 35.147 Euro. Die gängigste Taxi-Motorisierung mit 110 kW/150 PS leistendem 2-l-TDI, DSG und Highline-Ausstattung kostet demgegenüber 33.172 Euro als Limousine und 32.185 Euro als Variant.

Laut Joachim Lindecke, dem Taxi-Ansprechpartner von Volkswagen für die Pkw-Modelle, gibt es aktuell noch keine Entscheidung zum Thema Passat GTE-Taxi. Er gehe davon aus, dass es Anfang/Mitte 2016 nähere Erkenntnisse zu diesem Thema gäbe, schreibt er auf Anfrage von taxi heute.

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