Leasing: Taxibetriebe zählen offenbar zu den Risikogruppen

Ein niederbayerischer Unternehmer bekam für einen Opel Grandland X keinen Leasingvertrag mit dem Hinweis, die Taxibranche zähle derzeit zu den Risikogruppen.

Einen solchen Opel Grandland X Hybrid wollte der Taxi- und Mietwagenunternehmer gerne leasen. (Foto: Opel)
Einen solchen Opel Grandland X Hybrid wollte der Taxi- und Mietwagenunternehmer gerne leasen. (Foto: Opel)
Dietmar Fund

Die Taxibranche wird von Leasinggebern derzeit ähnlich wie die Gastronomie als Risikogruppe eingestuft. Mit diesem Hinweis haben sowohl die Opel-Bank als auch die örtliche Sparkasse einem Taxi- und Mietwagenunternehmer aus einer niederbayerischen Stadt einen Leasingvertrag für einen Opel Grandland X Hybrid versagt, den er als Mietwagen zulassen wollte.

Wie er gegenüber taxi heute berichtete, habe er zuvor schon zwei andere Mietwagen von Opel geleast und wollte seinen derzeitigen gegen das Hybridmodell tauschen. Er habe seine Leasingraten immer pünktlich bezahlt und weder der Händler noch die Bank hätten etwas an seiner Bonität auszusetzen gehabt. Der Händler habe sich sogar sehr engagiert und gleich mit zwei Banken gesprochen. „Manche Unternehmer haben noch zu tun und ich finde es dreist, alle über einen Kamm zu scheren“, sagte der niederbayerische Taxi- und Mietwagenunternehmer, der bislang vier Fahrzeuge einsetzt und nun mit dreien abwarten möchte, bis sich die Zeiten bessern.

Wie ein gewöhnlich gut unterrichteter Umrüster auf Anfrage von taxi heute berichtete, hat er von einer solchen Ablehnung noch nichts gehört. Ein großes Thema sei derzeit die Stundung von Leasingraten, die beispielsweise viele Mercedes-Händler zuließen, aber nur, wenn die Unternehmer bisher noch nie mit der Bezahlung ihrer Raten in Verzug gewesen seien. Ein ebenfalls konsultierter, überregional verkaufender Taxi-Spezialist eines Opel-Händlers konnte sich nur vorstellen, dass die Ablehnung an der Bonität gelegen haben könnte, was der Unternehmer aber verneint hat.

Ein Verbandsvertreter, der gerade viel mit Stundungen in der Auto- und der Versicherungsbranche zu tun hat und in diesem Zusammenhang nicht namentlich erwähnt werden möchte, erklärte zur Ablehnung des Leasingvertrags, er sehe das als „Luxusproblem“. Momentan wollten viele Taxi- und Mietwagenbetriebe ihren Fuhrpark verkleinern. Daher seien viele gute Gebrauchte am Markt, sodass man sich nicht partout auf ein bestimmtes Modell und eine ganz bestimmte Ausstattung versteifen solle.

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