Weniger Stromausfälle

Laut Bundesnetzagentur lag die Ausfallzeit 2022 bei 12,2 Minuten pro Letztverbraucher, eine leichte Senkung gegenüber dem Vorjahr (2021: 12,7 Minuten).

Die Gefahr von Stromunterbrechungen im deutschen Netz ist 2022 weiter gesunken. (Foto: Pixabay/Alexandra Koch)
Die Gefahr von Stromunterbrechungen im deutschen Netz ist 2022 weiter gesunken. (Foto: Pixabay/Alexandra Koch)
Redaktion (allg.)
(erschienen bei busplaner von Claus Bünnagel)

Lange Jahre haben Kritiker der Energiewende auf die Unsicherheiten bei der Stromversorgung durch verstärkte Nutzung regenerativer Energien hingewiesen. Die nackten Zahlen spiegeln jedoch ein ganz anderes Bild wider. Laut Bundesnetzagentur lag die Ausfallzeit 2022 bei 12,2 Minuten pro Letztverbraucher, eine leichte Senkung gegenüber dem Vorjahr (2021: 12,7 Minuten). Im vergangenen Jahr haben 855 Netzbetreiber insgesamt 157.245 Versorgungsunterbrechungen in der Nieder- und Mittelspannung übermittelt. Die Anzahl der Störungsmeldungen nahm gegenüber dem Vorjahr um etwa 9.300 Meldungen ab.

Die Stromversorgung in Deutschland war im Jahr 2022 sehr zuverlässig. Die Anzahl der Störungsmeldungen in der Nieder- und Mittelspannung nahm gegenüber dem Vorjahr ab. (Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur)

Saarland und Sachsen top

Die längsten Ausfallzeiten meldeten dabei die Bundesländer Brandenburg (16,9 Minuten), Thüringen (18,1), Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz (je 16,9) und Sachsen-Anhalt (16,2). Am wenigsten Stromausfälle wurden im Saarland (6,1) und Sachsen (6,3) registriert. Interessanter Weise liegen auch Länder mit hohem Windstromanteil wie Schleswig-Holstein (7,7) und Niedersachsen (9,0) im Bundesvergleich sehr gut da. Das Gros der Ausfallzeiten resultiert aus Störungen im Mittelspannungsnetz.

Rückgang der Ausfallzeiten seit 2006

Zum Vergleich: Noch 2006 und 2007, also noch bevor hohe Anteile regenerativen Stroms im Netz verzeichnet wurden, lagen die Versorgungsunterbrechungen bei 21,5 bzw. 19,3 Stunden.

Im europäischen Vergleich steht Deutschland gut da. In Italien betrug der entsprechende Wert mehr als eine Stunde, in Österreich über 30 Minuten, in Litauen 25 Minuten. Nur in der Schweiz ist die Versorgung mit Ausfallzeiten von rund sieben Minuten stabiler als in Deutschland.

Eine Übersicht zu den Versorgungsunterbrechungen Strom ist auf der Internetseite der Bundesnetzagentur veröffentlicht.

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