Erhöhter Umweltbonus für Elektrotaxis gilt jetzt

Auch Taxi- und Mietwagenunternehmer können nun die höhere Förderung für Elektrofahrzeuge oder die meist wenig sinnvollen Plug-in-Hybride beantragen.

Rin in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln: Das Tesla-Model S ist neuerdings wieder förderfähig. (Foto: Dietmar Fund)
Rin in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln: Das Tesla-Model S ist neuerdings wieder förderfähig. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Seit dem 19. Februar 2020 gilt die neue Förderrichtlinie des Bundeswirtschaftsministeriums für Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride. Nun können auch Taxi- und Mietwagenunternehmer einen Förderantrag nach den angehobenen und erstmals in zwei Stufen gestaffelten Förderbeträgen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen.

Die aktuelle „Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge“ listet erstmals den für die Höhe der Förderung maßgeblichen Nettolistenpreis der in Frage kommenden Elektrofahrzeuge auf. Beträgt er bis zu 40.000 Euro, gibt es einen Zuschuss von 6.000 Euro. Wie bisher muss ihn zur Hälfte der Hersteller tragen. Bei einem Nettolistenpreis über 40.000 Euro zahlen die Behörde und das Amt gemeinsam 5.000 Euro. Für die im Taxi- und Mietwagen-Einsatz nur beschränkt sinnvollen Plug-in-Hybriden betragen die Fördersätze 4.500 Euro bis zum Nettolistenpreis von 40.000 Euro und 3.750 Euro, wenn der Preis über 40.000 Euro liegt.

Laut BAFA werden die höheren Förderbeträge bei allen Anträgen gezahlt, die seit dem 19. November 2019 gestellt worden sind. Bei den alten Anträgen prüfe das Amt automatisch, ob das Fahrzeug die Kriterien für eine erhöhte Förderung erfülle. Wenn das der Fall sei, bekomme man mehr Geld, ohne einen neuen Antrag zu stellen.

Wie ein Blick in die aktuelle Liste zeigt, wird der Jaguar i-Pace nicht gefördert, wohl aber wieder das nicht näher beschriebene Tesla-Model S und der Newcomer Audi e-tron. Während Varianten des e-Vito in der Liste auftauchen, fehlt der EQC, die elektrifizierte V-Klasse. Das T-Modell des Plug-in-Hybriden Mercedes-Benz E 300 de hat sich zu den reinen Elektrofahrzeugen verirrt, steht aber auch unter den Plug-in-Hybriden. Beim VW e-Crafter, beim MAN e-TGE und bei anderen großen Elektro-Transportern sollte man vor der Antragstellung klären, ob die auch in den teureren bestuhlten Versionen förderfähig sind, die es nicht ab Werk, sondern nur über Umrüster gibt.

In taxi heute 1-2/2020 erscheint eine Marktübersicht der wenigen Elektrotaxis, die man schon bestellen kann. Deren Förderfähigkeit nach den neuen Richtlinien konnte aus zeitlichen Gründen nicht mehr berücksichtigt werden.

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