In eigener Sache: Hilfe für die Ukraine

Der HUSS-Titel VISION Mobility beteiligt sich an der Überführung eines RTW für das Krankenhaus in Charkiv.

Schlüsselübergabe: HUSS-Verlagsmitarbeiter Gregor Soller übergibt den Schlüssel an Katia Oliynyk, die das Fahrzeug im Auftrag des Krankenhauses entgegennahm. | Foto: Roman Klein
Schlüsselübergabe: HUSS-Verlagsmitarbeiter Gregor Soller übergibt den Schlüssel an Katia Oliynyk, die das Fahrzeug im Auftrag des Krankenhauses entgegennahm. | Foto: Roman Klein
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Gregor Soller)

Der Ukraine-Krieg geht mit unverminderter Härte weiter und macht uns immer noch betroffen. Und er sorgt für ganz neue Allianzen – in dem Fall zwischen Mitarbeitern von HSE24, Puma und dem HUSS-Verlag. Für den fuhr Gregor Soller gemeinsam mit Johannes Schüller und Roman Klein (beide von HSE 24) 1200 Kilometer an die ukrainische Grenze, begleitet und unterstützt von Puma-Mitarbeiterin Britta Waldmann, welche sich um die Maut, Unterkunft und Zollformalien kümmerte und die „digitale Seele“ der Reise war. So konnte zwischen 30.4. und 1.5.2022 der Rettungswagen von München in die Ukraine überstellt werden.

Ein Krankenhaus im Bombenhagel

Dort wird er dringend im Regionalkrankenhaus in Charkiw gebraucht. Vor Abfahrt wurde noch ein Dräger-Babyinkubator an Bord genommen, der in Lviv dringend benötigt wird. Viele der Patienten in Charkiw und auch das Krankenhauspersonal sind ausgebombt. Es mangelt an Lebensmitteln, Decken, Medikamenten und Sommerkleidung.

Deshalb wurden in einem polnischen Lagerhaus für Hilfsgüter nahe dem Grenzübergang Hrebenne noch Decken, Wasser, Reis und Medikamente aufgenommen. Und da es in Charkiw auch an Sommerbekleidung für das Personal fehlt, wurde zusätzlich noch Kleidung in einem Kik-Einzelhandelsgeschäft gekauft, finanziert aus dem Fond, aus dem auch der RTW bezahlt wurde. Das Fahrzeug, das einst bei der Feuerwehr Rostock in Diensten stand und trotz seiner 294.000 Kilometer Laufleistung noch gut in Schuss war, wurde vor Abfahrt gecheckt und ging dann vollbeladen über die Grenze, wo unsere Partnerin Katia es übernahm.

Lange Wartezeiten an der Grenze

Nachdem die kriegsbedingte Öffnung der Grenzen zwischenzeitlich leider auch dazu genutzt wurden, „zollfrei“ Waren und Autos aus und in die EU zu führen, zogen die Regierungen die Kontrollen wieder an: Nicht weniger als vier Stunden vergingen, bis wir das Fahrzeug verzollt übergeben konnten. Unsere „Rückreise“ vom Überstellungsparkplatz in der Ukraine erfolgte zu Fuß mit einer Gruppe von Flüchtlingen, welche aus den umkämpften Regionen nur ihr wichtigstes Hab und Gut retten konnten.

Mittlerweile ist der Krankenwagen auf dem Weg nach Charkiv, wird unterwegs noch mit Tarnfarben versehen und modifiziert, bevor er in der umkämpften Region Leben retten kann. Und wenn es nur ein Einziges sein sollte, hat sich der Einsatz bereits gelohnt! Vielen Dank für die Möglichkeit, Teil des toll organisierten Teams gewesen sein zu dürfen!

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