Kleine Fachkunde gegen explodierende Schadensquoten

Die Schadensquote im Taxigewerbe steigt an und dementsprechend auch die Versicherungsbeiträge. Das nimmt der BZP zum Anlass, die schon länger angedachte „kleine Fachkunde für Taxi- und Mietwagenfahrer“ zu forcieren.
Redaktion (allg.)

Die Schadensquote im Taxigewerbe liegt aktuell bei durchschnittlich 150 Prozent – für die Versicherer wahrlich kein lohnendes Geschäft. Steigende Beiträge für die Kfz-Haftpflicht 2009 sind die Folge und langfristig könnten Taxiunternehmer ihre Versicherungspartner sogar ganz verlieren. Dann droht nach Meinung der Taxenunion Hamburg eine Zwangsversicherung nach österreichischem „Vorbild“ - zu astronomischen Preisen. Um dem entgegenzuwirken, hält es die Taxenunion für dringend geboten, die Qualifizierung der Fahrer zu verbessern. Als Mitglied des zuständigen Fachausschusses sei man deshalb an der Konzeptgestaltung für die „kleine Fachkunde für Taxi- und Mietwagenfahrer“ maßgeblich beteiligt. Mit ersten Ergebnissen: Demnächst soll ein Seminars mit fünf Einheiten á zwei Stunden Unterricht mit Lernerfolgskontrolle folgenden Themenfelder umfassen: Verkehrsverhalten, Taxi- und Mietwagenrecht, Steuer- und Zivilrecht, Überfallsicherheit sowie den Bereich Dienstleistung/Service. Um den Erfolg der kleinen Fachkunde zu gewährleisten, seien Gewerbe, Versicherungswirtschaft und Berufsgenossenschaft gefordert, diese Qualifizierungsmaßnahmen gesetzlich verpflichtend einzuführen.

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