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ViveLaCar bietet Autos im Abo an

Die Plattform vermittelt Pkw und Transporter aus dem Bestand von Händlern für mindestens drei Monate für eine feste Monatsrate. Auch gewerbliche Kunden können die Abos abschließen.

Mathias R. Albert und Florine von Caprivi haben ViveLaCar gegründet und siedeln ihre Auto-Abos zwischen der Kurzzeitmiete und dem Leasing an, die viel unflexibler seien. (Foto: Dietmar Fund)
Mathias R. Albert und Florine von Caprivi haben ViveLaCar gegründet und siedeln ihre Auto-Abos zwischen der Kurzzeitmiete und dem Leasing an, die viel unflexibler seien. (Foto: Dietmar Fund)
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Dietmar Fund

Für rund 500 Fahrzeuge vom Stadtflitzer über Elektroautos bis zum Transporter mit 3,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse bietet die Stuttgarter Vermittlungsplattform VivaLaCar ein „Auto-Abo“ an. Es kann für eine feste Monatsrate für mindestens drei Monate und derzeit maximal vier Jahre mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist abgeschlossen werden.

Die Raten enthalten alles bis auf den Kraftstoff oder den Stromverbrauch im Falle von Elektroautos. Sie sind nach Fahrleistungen zwischen 200 und 2.500 Kilometern pro Monat in sechs Stufen gestaffelt und werden von ViveLaCar festgelegt. Die Berechnung der Raten soll für alle Fahrzeuge eines vergleichbaren Typs demselben Schema folgen, sodass Fahrzeuge, die ein Händler zum Beispiel in Hamburg anbietet, genau zur selben Rate zu haben sind wie die eines Händlers in Stuttgart.

Die Plattform beschränkt sich bewusst nicht auf Neuwagen, sondern zielt vor allem auf gebrauchte Bestandsfahrzeuge der Händler wie etwa Tageszulassungen ab. Daher können die Kunden auch keine Spezifikation wählen, sondern nur nach Grundmerkmalen wie Fahrzeugkategorie, Antriebsart und Schalt- oder Automatikgetriebe suchen. Bei der Übergabe und bei der Rückgabe kommt eine App zum Einsatz, die ViveLaCar zur Verfügung stellt. Mit ihr werden Gebrauchsspuren und Schäden festgehalten, die laut der Mit-Gründerin Florine von Caprivi genau definiert sein sollen.

Für das Einstellen ihrer Fahrzeuge bezahlten die Händler nichts, sagte von Caprivi. Ihr Unternehmen mit 21 Mitarbeitern lebe von einer festen Marge zuzüglich eines kleinen variablen prozentualen Anteils. Das werde von den Abopreisen abgezogen.

Wie der Gründer und Geschäftsführer Mathias R. Albert bei einer „Presse-Roadshow“ am 13. November 2019 in München erläuterte, bleiben die Händler immer die Eigentümer der Fahrzeuge. VivaLaCar sei die Schnittstelle zwischen ihnen und dem Kunden, der eine Vertragsbeziehung alleine zu VivaLaCar habe.

Laut Florine von Caprivi waren die Auto-Abos ursprünglich vor allem für private Kunden gedacht, denen man damit auch im Interesse der Händler eine Möglichkeit zu einer intensiven Probefahrt geben wollte. Inzwischen habe sich aber herausgestellt, dass es auch eine starke Nachfrage aus dem gewerblichen Bereich gebe. Seit dem Start der Vermittlung im März 2019 sei ungefähr die Hälfte der Auto-Abos von gewerblichen Kunden wie Freiberuflern abgeschlossen worden, die damit Auftragsspitzen überbrücken wollten. Denkbar sei ein solches Abo auch als Überbrückungsmaßnahmen für Firmen, die neuen Mitarbeitern während der Probezeit noch kein Leasingfahrzeug geben wollten. Ein Pharmaunternehmen habe beispielsweise für eine befristete Außendienst-Aktion eine Anzahl von Fahrzeugen abonniert.

Für die Abrechnung seiner Dienstleistungen arbeitet ViveLaCar mit dem Start-up ZF Car eWallet GmbH zusammen, das dem Zulieferer ZF gehört. Wie dessen Geschäftsführer Thorsten Weber berichtete, vernetzt sein Unternehmen die Themen Parken, Tanken, Laden und Versicherung und einige mehr mit einem offenen Netzwerk, das um weitere Dienstleistungen erweiterbar sei. Es binde die Abo-Fahrzeuge derzeit meist über Dongles an der OBD-Service-Schnittstelle der Fahrzeuge mit ein, arbeite aber auch an der direkten Verknüpfung mit den Displays im Fahrzeug.

Perspektivisch plant Car eWallet, das Tanken von der Armaturentafel aus für mittelständische Tankstellenmarken anzubieten, die knapp die Hälfte der deutschen Tankstellen stellten. Es sei derzeit mit der in Süddeutschland beheimateten BayWa und einem großen deutschen Hersteller in Erprobung. Dessen Namen durfte Weber noch nicht nennen.

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