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Spritspar-Wettbewerb beginnt beim Tanken

Ein Münchner Taxiunternehmer lässt seine Taxifahrer immer vor der Schicht tanken und misst erst dann ihre Verbräuche, weil das realistischere Werte ergibt.
Peter Köhl honoriert es, wenn seine Taxifahrer Sprit sparen. (Foto: Dietmar Fund)
Peter Köhl honoriert es, wenn seine Taxifahrer Sprit sparen. (Foto: Dietmar Fund)
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Dietmar Fund

Der Münchener Mehrwagenunternehmer Peter Köhl setzt in seinem Betrieb Taxi-Center Ostbahnhof 50 Toyota Prius+ ein, deren Verbrauch er ständig misst. Fahrer, die weniger als den Flottenschnitt verbrauchen, bekommen dafür eine Prämie. Seine Fahrer müssen dazu am Ende ihrer Schicht die Angaben eines nicht rückstellbaren Messgeräts abliefern. Köhl hat sie außerdem dazu angewiesen, stets vor der Schicht zu tanken.

„Sie machen den Tank dabei immer randvoll, damit ihr Verbrauch niedrig wird. Dadurch erhalte ich reelle Werte“, berichtete der erfahrene Taxiunternehmer kürzlich bei einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer Regensburg. „Ein Teil meiner Fahrer bekommt im Monat 50 bis 100 Euro Spritsparprämie.“

Köhl rechnete den Teilnehmern des Taxitages 2016 vor, dass er bei sieben Prius+ im Schichtbetrieb im Münchner Stadtverkehr einen Durchschnittsverbrauch von 5,75 Liter Superbenzin ermittelt habe. Einzelne Fahrer kämen sogar mit vier Litern aus.

Auf die Frage eines Teilnehmers, ob sich solch niedrige Verbräuche auch auf dem Land erzielen ließen, antwortete Köhl mit einer gewissen Skepsis. Seines Erachtens mache der Hybridantrieb bei Überlandfahrten weniger Sinn, weil man außerorts weniger elektrische Fahrstrecken zurücklegen könne.
 

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