Anonyme Zuschriften werden in taxi heute nicht veröffentlicht
Wie im Editorial von taxi heute 3-4/2016 nachzulesen ist, verwenden viele Taxi-und Mietwagenunternehmer auf dem Lande viel Energie darauf, ihre Wettbewerber zu beobachten und sie anzuschwärzen, wo immer es geht. Offenbar ist das keine Spezialität des ländlichen Raumes: Ein Taxiunternehmer, der anscheinend Genosse einer Taxizentrale im Ruhrgebiet ist, erhebt schwere Anschuldigungen gegen die Amtsführung zweier namentlich genannter Vorstände und eines ebenso benannten Aufsichtsrats. Denen würde taxi heute normalerweise nachgehen und die Betroffenen um eine Stellungnahme bitten, wie dies bei seriösen Redaktionen üblich ist.
In diesem Fall aber ignorieren wir die Zuschrift. Der Leser schrieb nämlich: „Die nachfolgenden Angaben übermittle ich Ihnen anonym, weil eine Preisgabe meiner Identität negative Auswirkungen auf meine Erwerbsgrundlage hätte. Die dargelegten Fakten sind nachprüfbar und entsprechen der Wahrheit.“
Die Redaktion soll sich offenbar die Mühe machen, im Interesse eines feigen Anonymus in dem von ihm geschilderten Dreck zu wühlen – wenn es sich denn tatsächlich um einen solchen handelt. Da soll der Leserbriefschreiber doch bitte Manns genug sein, die öffentliche Auseinandersetzung mit seinem Führungspersonal zu suchen, das ihm für seine Vermittlungsgebühren schließlich eine gute Dienstleistung schuldet.
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